Kolumbien / Venezuela / Politik

Santos dankt Venezuela für Festnahme von Paramilitärs

Bogotá. Der kolumbianische Präsident Juan Manuel Santos hat sich am Montag (Ortszeit) offiziell bei der venezolanischen Regierung für die Festnahme von zwei international gesuchten Drogenhändlern bedankt. Mitarbeiter der venezolanischen Antidrogenbehörde (ONA) hatten die Brüder Héctor Buitrago Parada und Nelson Buitrago Parada am Samstag in der Nähe der Stadt El Tigre im Osten Venezuelas festgenommen.

Die auch als "Martín Llanos" und "Caballo" bekannten kolumbianischen Staatsbürger sollen das venezolanische Territorium für den Transit von Drogen aus dem kolumbianischen Tiefland in die USA und nach Europa genutzt haben, sagte der venezolanische Innenminister Tarek El Aissami.

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Nach Angaben der kolumbianischen Regierung war Héctor Buitrago Parada als Anführer des "Bloque Centauro" der mittlerweile aufgelösten paramiltärischen "Autodefensas Unidas de Colombia" (AUC) für tausende Tote verantwortlich. Wie Präsident Santos am Montag bei einer Pressekonferenz mitteilte, wird den Brüdern Buitrago in Kolumbien Mord in besonders schweren Fällen, illegale Rekrutierung von Minderjährigen, das Verschwindenlassen von Personen, Geiselnahme, Folter, sowie Menschen- und Drogenhandel vorgeworfen.

Der venezolanische Innenminister sieht die Festnahme als Teil einer Reihe von Fahndungserfolgen venezolanischer Sicherheitsbehörden gegen den internationalen Drogenhandel. Im vergangenen Jahr sollen in Venezuela insgesamt 21 Anführer von Drogenkartellen verhaftet worden sein, schreibt die staatliche Nachrichtenagentur AVN.

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