Nicaragua / Wirtschaft

Nicaragua stärkt Kooperativenförderung

Managua. Während der Feierlichkeiten anlässlich des 34. Jahrestages des Aufstands von Monimbo kündigte der nicaraguanische Präsident Daniel Ortega die Gründung eines Ministeriums für Familienbetriebe, kommunale Wirtschaft und Genossenschaften an. Das Ministerium solle den Familien beim Erwerb von eigenem Land helfen und sie bei der Legalisierung von Land unterstützen, so dass sie Kredite erhalten können. Der FSLN-Chef erklärte, dass das Ministerium außerdem technische Unterstützung leisten und die Bauern weiterbilden werde.

Der Präsident stellte klar, dass Nicaragua nicht allein auf Großinvestitionen setzen könne. Die wichtigste Grundlage für Wohlstand seien die im Land verankerten kleinen Unternehmen. Nicaraguas kleine und mittlere Betriebe, in denen derzeit fast 3 Millionen Menschen arbeiten, hätten ein großes Potenzial.

“Wir können nicht auf unsere eigenen Produktionskapazitäten verzichten, die sich im Laufe unserer Geschichte aus Initiative der nicaraguanischen Familien entwickelt haben. Die Handwerker und kleinen und mittleren Betrieben repräsentieren 70 Prozent der Arbeitsplätze und 40 Prozent des Bruttoinlandsprodukts“, betonte Ortega. Er machte darauf aufmerksam, dass es bei der Rückkehr der FSLN an die Macht 2007 nur noch 1722 Genossenschaften gegeben habe, die es geschafft hätten die Zeit des Neoliberalismus zu überstehen. Heute gebe es bereits wieder 4192 Genossenschaften.

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