Sprecher des Minenwiderstands in Oaxaca ermordet

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Bernardo Vásquez Sanchez
Am Donnerstag ermordet: Bernardo Vásquez Sanchez

Oaxaca-Stadt. Bisher unbekannte Täter haben am Donnerstagabend in Mexiko den Sprecher der "Koordination der Dörfer des Tales von Ocotlán" ermordet. Bernardo Vásquez Sánchez war ebenfalls Aktivist gegen die Silbermine der Firma Cuzcatlán, eine Tochtergesellschaft der kanadischen Fortuna Silver.

Der Überfall ereignete sich am Eingang des Dorfes Santa Lucia Ocotlan. Auch die Begleiter von Vázquez, Rosalinda Dionicio Sánchez und sein Bruder Andrés Vázquez Sánchez, erlitten Schussverletzungen. Gemäß ersten Informationen der Überlebenden waren die drei auf dem Rückweg aus Oaxaca-Stadt, wo sie Gespräche mit der Regierung des Bundesstaates geführt hatten.

Der getötete 32-jährige Agronomingenieur Bernardo Vásquez Sánchez (Foto) hatte erst im Januar 2012 die Ermordung eines Gemeindemitglieds von San José del Progreso, dem Sitz der Silbermine, angeprangert. Gemäß Augenzeugen und Fotografien der Minengegner waren Gemeindepolizisten und private Pistoleros des Gemeindepräsidenten die Täter des Angriffs. Die Koordination des Minenwiderstands forderte daraufhin die Absetzung des PRI-Gemeindepräsidenten von San José sowie die Schließung der Mine. Doch die Regierung des Gouverneurs Gabino Cué (PAN-PRD-PT) und in der Folge auch Fortuna Silver stritten jeglichen Zusammenhang zwischen der Gewalt und der Minentätigkeit ab.

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