Argentinien / Wirtschaft

Argentinien plant Verstaatlichung von Erdölunternehmen

Buenos Aires. Die argentinische Regierung plant die Verstaatlichung des Erdölunternehmens Yacimientos Petrolíferos Fiscales (YPF). Nach Angaben der Tageszeitung Pagina 12, sollen der Staatssekretär für wirtschaftliche Entwicklung, Axel Kicillof und der Staatssekretär für Energie, Daniel Cameron mit der Ausarbeitung von Gesetzentwürfen zum Rückkauf des im Jahr 1992 privatisierten Unternehmens beschäftigt sein. Als mögliche Szenarien würde derzeit von der Regierung eine komplette Verstaatlichung, als auch ein stufenweiser Rückkauf von Unternehmensanteilen durch den argentinischen Staat geprüft.

Pagina 12 nennt mit Verweis auf Regierungskreise die ausbleibenden Investitionen in Gas- und Erdölförderung des Unternehmens als Hauptmotivation einer möglichen Verstaatlichung. Statt Gewinne in den Kauf neuer Förderanlagen zu investieren soll YPF in den vergangenen Jahren bis zu viermal höhere Dividenden als in der Branche üblich an seine Aktionäre ausgeschüttet haben. Seit der Privatisierung des Unternehmens unter der Regierung Carlos Menem gehört die Aktienmehrheit der YPF dem spanischen Erdölkonzern Repsol. Größere Anteile an YPF hält zudem das argentinische Konsortium Grupo Petersen.

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