El Salvador, Nicaragua und Honduras verstärken Zusammenarbeit

San Salvador. Bei einem Treffen in El Salvador haben sich der Präsident des Landes, Mauricio Funes, der honduranische De-facto-Präsident Porfirio Lobo und Nicaraguas Staatschef Daniel Ortega für eine engere Zusammenarbeit rund um den Golf von Fonseca ausgesprochen. In der Region leben rund drei Millionen Menschen. Historisch war die Region stets von territorialen Konflikten zwischen den drei Anrainerstaaten geprägt. Ziel der neuen Vereinbarung ist es, die Golfregion in eine Zone von Sicherheit und nachhaltiger Entwicklung zu machen.

Nicaraguas Regierungssprecherin und Präsidentengattin Rosario Murillo sagte, es gehe zudem darum, eine stärkere Zusammenarbeit zwischen den Verwaltungsbezirken zu fördern und bei Fragen von Migration sowie der Arbeitsmarktpolitik grenzübergreifend zusammenzuarbeiten. Auch stünden Fragen der Aufforstung, des Umweltschutzes, der Sicherheit und des nachhaltigen Fischfangs zur Debatte.

Die Teilnehmer des Treffens sprachen sich indes gegen die von ihrem guatemaltekischen Amtskollegen Otto Pérez Molina angeregte Legalisierung von Drogen aus, mit der dieser das Problem des Drogenschmuggels lösen will. Pérez Molina kritisierte, dass die Präsidenten aufgrund der Einflussnahme der USA nicht an einem Gipfeltreffen in Guatemala teilgenommen hätten. Mauricio Funes wies diesen Vorwurf zurück.

Unterstützen Sie amerika21 mit einer Spende via Flattr