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Atanasio-Girardot-Brücke zwischen Kolumbien und Venezuela feierlich eröffnet

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Die binationale Atanasio-Girardot-Brücke ist ein Symbol der Verständigung zwischen Kolumbien und Venezuela
Die binationale Atanasio-Girardot-Brücke ist ein Symbol der Verständigung zwischen Kolumbien und Venezuela

Cúcuta. Venezuela und Kolumbien haben am Sonntag die "vollständige Öffnung" ihrer Grenze an der internationalen Brücke Las Tienditas vollzogen. Damit ist der Grenzübergang zwischen den Nachbarländern seit 2015 erstmals für die Durchfahrt von Fahrzeugen aller Art möglich.

Das Bauwerk hat heute die Bezeichnung Atanasio-Girardot-Brücke, nach einem Mitkämpfer des gemeinsamen Befreiungshelden Simón Bolívar.

Der venezolanische Botschafter in Kolumbien, Felix Plasencia, erklärte bei dem feierlichen Akt, dieser Schritt zeige das Engagement und die Zusammenarbeit zwischen den beiden Nationen.

Der kolumbianische Minister für Handel, Industrie und Tourismus, Germán Umaña, erklärte seinerseits, dass die Maßnahme "unsere Entwicklungswege stärken und die Ungleichheiten in unseren Ländern und an unseren Grenzen verringern wird".

Nachdem Anfang Dezember die vollständige Wiedereröffnung der Grenze angekündigt wurde, mussten zunächst Umbau- und Restaurierungsarbeiten durchgeführt werden. Außerdem wurden Sperren geräumt, die Venezuela vor fast vier Jahren inmitten der politischen Spannungen mit der damaligen kolumbianischen Regierung als Barriere aufgestellt hatte.

Die neue Regierung Kolumbiens unter Präsident Gustavo Petro nahm nach ihrem Amtsantritt im August einen scharfen Kurswechsel in der Außenpolitik vor und entzog das Land der Bestimmung durch Washington als Frontstaat gegen Venezuela. Dieser Kurswechsel erlaubte eine schnelle Wiederannäherung der Nachbarländer.

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