Westerwelle spricht mit Nicaraguas Außenminister über Entwicklungshilfe

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Nicaraguas Außenminister Samuel Santos während des Interviews mit amerika21.de
Nicaraguas Außenminister Samuel Santos während des Interviews mit amerika21.de

Berlin. Außenminister Guido Westerwelle (FDP) ist am Montag in Berlin mit Nicaraguas Außenminister Samuel Santos López zusammengekommen. Die Chefdiplomaten beider Länder setzen am Nachmittag den zuletzt belasteten politischen Dialog zwischen Deutschland und Nicaragua fort. Bei der Zusammenkunft ging es nach Informationen von amerika21.de maßgeblich um die teilweise Streichung der Entwicklungshilfe, die der zuständige Minister Dirk Niebel (FDP) Anfang des Jahres verkündet hatte.

Das Auswärtige Amt äußerte sich auf seine Internetseite indes nicht zu den dadurch verursachten bilateralen Spannungen. In einer kurzen Pressemitteilung hieß es lediglich, im Mittelpunkt des Gesprächs würden "Einschätzungen zur innenpolitischen Entwicklung in Nicaragua und die Kooperation im Bereich der Entwicklungszusammenarbeit" stehen.

Nach Auskunft des Auswärtigen Amtes sind die bilateralen Beziehungen zwischen Nicaragua und Deutschland "historisch gut". Seit den 1980er Jahren bestehen demnach etwa 30 Städtepartnerschaften zwischen Nicaragua und Deutschland, die einen wichtigen Beitrag zu den bilateralen Beziehungen leisteten. Historisch seien beide Länder besonders durch die deutsche Einwanderung im 19. Jahrhundert verbunden. Bis heute sei dieser deutsche Einfluss "gerade in der Kaffee-Region des nördlichen Nicaraguas spürbar". Nach Ausführungen des deutschen Außenamt leben rund 800 Deutsche in Nicaragua und einige Hundert Nicaraguaner in Deutschland leben.

Amerika21.de hatte den nicaraguanischen Außenminister Samuel Santos während seines zweitägigen Deutschland-Besuches exklusiv interviewt. Mehr dazu am Mittwoch auf http://www.amerika21.de