Schon vier Tote bei Protesten in Peru

Lima. Am Dienstag hat es in der peruanischen Provinz Espinar im Süden der Andenregion Cusco erneut Zusammenstöße zwischen Polizei und Demonstranten im Konflikt um eine Kupfermine des Konzerns Xstrata gegeben. Dabei starben zwei Menschen, sieben wurden verletzt. Nach zwei Toten bei Unruhen am Montag und über 60 Verletzten, darunter mindestens 30 Polizisten, hatte Perus Präsident Ollanta Humala bereits den Ausnahmezustand über die Region verhängt und damit jegliche Versammlungen verboten. Die Maßnahme gilt für 30 Tage.

Ebenfalls am Dienstag überwältigte die Polizei den mutmaßlichen Anführer der Proteste, Herbert Huamán, bei einer Pressekonferenz und nahm ihn gemeinsam mit acht Mitstreitern fest. Der Präsident der "Gruppe zur Verteidigung der Interessen von Espinar" hatte zuvor die Aufhebung des Ausnahmezustandes und Gespräche gefordert. Perus Vizepräsidentin Marisol Espinoza lehnte dies ab. Erst müsste die Gewalt durch die Protestteilnehmer eingestellt werden.

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Die vor einer Woche begonnen Aktionen gegen das Kupfer-Bergwerk Tintaya des schweizerisch-britischen Konzerns Xstrata waren am Montag eskaliert. Die Demonstranten hätten gewaltsam versucht, das zur Mine gehörende Lager zu besetzen, heißt es aus dem Innenministerium.

Die Protestierenden fordern von Xstrata einen höheren Anteil am Gewinn für die Region und prangern die Verschmutzung von Flüssen durch den Kupferabbau an.

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