Sorge über Gewalt in Peru – Appell an Bundesregierung

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Humala im Februar bei Spaniens Ministerpräsidenten Rajoy
Humala im Februar bei Spaniens Ministerpräsidenten Rajoy

Lima/Berlin. Kurz vor einem Besuch des peruanischen Präsidenten Ollanta Humala in Berlin hat die in Freiburg ansässige Informationsstelle Peru (ISP) in einem offenen Brief an Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) ihre Sorge über die aktuelle Menschenrechts- und Sicherheitslage in Peru ausgedrückt.

Humala wird am 12. Juni in Berlin unter anderem für die Umsetzung des derzeit in Brüssel diskutierten Freihandelsabkommens zwischen der EU und Peru werben.

In dem Schreiben an das Bundeskanzleramt sowie die Präsidien der Deutschen Industrie- und Handelskammer und der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO) weist die ISP auf die ausufernden Umwelt- und Ressourcenkonflikte in dem südamerikanischen Land hin.

Trotz der Ratifizierung der ILO-Konvention 169 zur vorherigen Konsultation betroffener Gemeinden kommt es auch weiterhin zu Konflikten. Die ISP fordert Merkel nun dazu auf, sich für die Achtung internationaler Sozial- und Umweltstandards bei Bergbauaktivitäten einzusetzen. Peru müsse gleichsam das Recht auf freie Meinungsäußerung sowie der Unversehrtheit von Protestteilnehmern wahren.

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