Ecuador / Politik

Linke Opposition stellt Alberto Acosta gegen Präsident Correa auf

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Alberto Acosta nach seiner Wahl zum Präsidentschaftskandidaten der Plurinationalen Koordination der Linken
Alberto Acosta nach seiner Wahl zum Präsidentschaftskandidaten der Plurinationalen Koordination der Linken

Quito. Die ecuadorianische "Plurinationale Koordinierung der Linken" hat den Ökonomen Alberto Acosta zum Spitzenkandidaten für die Präsidentschaftswahlen im kommenden Jahr bestimmt. Das Bündnis aus sieben Gruppierungen versteht sich als linke Opposition gegen die regierende Alianza Pais von Präsident Rafael Correa. Acosta, der bis 2007 als Minister für Energie und Bergbau dem Kabinett Correa angehörte, setzte sich bei der Vorwahl mit großem Vorsprung vor Paúl Carrasco von der Gruppierung Poder Ciudadano und Salvador Quishpe aus der indigenen Bewegung Pachakutik durch.

Alberto Acosta studierte von 1971 bis 1979 in Köln Volkswirtschaftslehre. In dieser Zeit arbeitete er als Vizekonsul an der ecuadorianischen Botschaft. 1980 wurde ihm das Bundesverdienstkreuz verliehen, er verfügt über langjährige Kontakte zur SPD-nahen Friedrich-Ebert-Stiftung. Als Unterstützer von Rafael Correa wurde er im Juni 2007 zum Präsidenten der verfassungsgebenden Versammlung Ecuadors gewählt und legte diese Funktion aufgrund von Meinungsverschiedenheiten mit dem Präsidenten nieder. Mit der von ihm gegründeten politischen Bewegung Montecristi Vive will Acosta die Prinzipien der neuen ecuadorianischen Verfassung verteidigen, die Acosta durch die Politik von Rafael Correa gefährdet sieht.

Die Präsidentschaftswahlen in Ecuador werden voraussichtlich am 17. Februar 2013 stattfinden. Bisher haben der bei den letzten Wahlen unterlegene Kandidat der rechten Partei PRIAN, Álvaro Noboa, sowie der 2005 in einem Volksaufstand gestürzte Präsident Lucio Gutiérrez und sieben weitere Politiker ihre Kandidaturen angekündigt. In allen Umfragen liegt der amtierende Präsident Rafael Correa mit großem Vorsprung vor dem Zweitplatzierten. Alberto Acosta wird bisher zwischen zwei und sechs Prozent der Stimmen vorausgesagt.

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