Mexikaner in Berlin rufen zu Protesten gegen Peña Nieto auf

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Botschaft von Mexiko in Berlin
Botschaft von Mexiko in Berlin

Berlin. Organisationen von in Berlin lebenden Mexikanern rufen für den heutigen Donnerstag zu Protesten gegen den mexikanischen Präsidenten Enrique Peña Nieto auf. Unter dem Motto "Sag allen, dass die Demokratie in Mexiko ein Betrug ist", wollen sie den Präsidenten des nordamerikanischen Landes bei seinem Berlin-Besuch empfangen. Deutschland ist die erste Station seines Antrittsbesuchs in Europa. Peña Nieto hatte am 1. Juli die Wahlen gewonnen.

Die mexikanische Linke wirft dem Politiker der Partei der Institutionalisierten Revolution (PRI) jedoch vor, den Wahlsieg nur durch einen massiven Stimmenkauf geschafft zu haben. Deshalb rufen nun der Berliner Ableger der studentischen Bewegung "Yo soy 132" und die Gruppe "México via Berlin" zu Protesten auf. Darüber hinaus richtet sich ihre Kritik an Peña Nieto auf seine Regierungszeit als Gouverneur des Bundesstaates Estado de México. Er sei für Menschenrechtsverletzungen verantwortlich, so die Organisatoren. Außerdem kritisieren sie "strukturelle Reformen und Extraktivismus als Regierungsplan" des neuen Präsidenten.

Die Demonstration findet am heutigen Donnerstag um 18 Uhr vor der mexikanischen Botschaft in Berlin  (Klingelhöferstraße 3, 10785 Berlin) statt.

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