Bewohner von Colón verlangen "echte Verhandlungen" mit Panamas Regierung

21298_1.jpg

Proteste in Panama
Proteste in Panama

Colón, Panama. Im Konflikt um die Privatisierung der Sonderwirtschaftszone in der panamaischen Hafenstadt Colón bezweifelt die "Widerstandsfront von Colón" die Ernsthaftigkeit des Gesprächswillens der Regierung. Sie verlangt "ernste Verhandlungen" mit den Vertretern sozialer Organisationen in der Hafenstadt. Die Verhandlungen waren zustande gekommen, nachdem ein Gesetzentwurf von Präsident Ricardo Martinelli für den Verkauf der "Zona Libre de Colón" in der zweiten Lesung im Parlament zurückgewiesen wurde. Der Abstimmung war eine gewaltige Protestwelle vorausgegangen, bei der vier Menschen getötet wurden, unter ihnen ein neunjähriger Junge.

Die Zweifel kamen auf, nachdem ein hochrangiges Mitglied der Regierung die Treffen als einfache "Gespräche" definierte. Die beiden Führer der Widerstandsfront weisen diese Herunterspielung der Verhandlungen zurück und fordern, zwei getrennte Verhandlungen zu beginnen.

Da geht noch was!

Bisher können sich von den täglich rund 6.200 Besucher:innen nur 248 zu einer Spende entschließen.

Sollten Sie zu den übrigen 5.952 gehören, spenden Sie jetzt!

Damit alle Inhalte von amerika21.de weiterhin für Alle kostenlos verfügbar sind.

Ihr Amerika21-Team

Sie bestehen zum einen auf eine Untersuchung der Repression durch die Behörden in Colón und eine Entschädigung für die Familien der Opfer. Außerdem wird die sofortige Freilassung der Verhafteten verlangt. Zum anderen verlangen sie einen Plan für die kurz-, mittel- und langfristige sozioökonomische Entwicklung von Colón.

Ebenso fordern sie die finanzielle Teilhabe der Region an den Einnahmen, die der Hafen und die Eisenbahnverbindung durch die Sonderwirtschaftszone erwirtschaften.

Unterstützen Sie amerika21 mit einer Spende via Flattr