2012 wurden in Lateinamerika 45 Journalisten ermordet

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Logo der Federación Latinoamericana de Periodistas, Felap
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Mexiko-Stadt. Aus einer Studie der "Kommission zur Untersuchung von Attentaten auf Journalisten" der Lateinamerikanischen Journalistenvereinigung Felap geht hervor, dass sich die 45 Morde an Medienvertretern im Jahr 2012 auf acht Staaten der Region konzentrieren. Dies berichtet die argentinische Nachrichtenagentur Télam. An der Spitze steht Mexiko mit 17, gefolgt von Brasilien mit zehn, Honduras mit neun, Bolivien mit vier und Kolumbien mit zwei Morden. In Argentinien, Ecuador und Haiti wurde je ein Journalist getötet. Das Durchschnittsalter der Opfer betrug 38,7 Jahre, vier der Opfer waren Frauen.

"Diese Delikte in Mexiko erklären sich zu einem Großteil durch den intensivierten internen Krieg, der vom früheren Präsidenten Felipe Calderón vorangetrieben wurde, in einem Szenario von zunehmender Korruption im Staatsapparat", erläuterte die Felap. In dem Bericht wird außerdem darauf hingewiesen, dass zahllose Aggressionen und Todesdrohungen gegen Journalisten und Verletzungen des Rechtes auf Information zu verzeichnen seien.

Die Untersuchung der Sonderkommission dieser Journalistenvereinigung ergibt, dass in der Region zwischen 2007 und 2012 insgesamt 209 Pressemitarbeiter umgebracht wurden.

Die Felap wurde am 7. Juni 1976 gegründet. Der Verband mit Sitz in Mexiko-Stadt vertritt die verschiedenen Organisationen von Journalisten in Lateinamerika und der Karibik und damit circa 80.000 Journalisten.

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