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ThyssenKrupp betreibt Stahlwerk in Brasilien vorerst weiter

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Protest gegen Thyssen-Stahlwerk am 1. Mai 2009
Protest gegen Thyssen-Stahlwerk am 1. Mai 2009

Rio de Janeiro. ThyssenKrupp wird den Betrieb in seinem Stahlwerk in Brasilien fortsetzen. Die Behörden in Rio de Janeiro hatten angedroht, die Produktion wegen einer fehlenden Lizenz anzuhalten. "Der Betrieb hat nicht stillgestanden und läuft weiter", sagte ein Sprecher des Konzerns am Freitag. ThyssenKrupp sprach von Kommunikationsproblemen bei der Einreichung von Dokumenten für eine Lizenz, die alle sechs Monate verlängert werden muss. Die notwendigen Unterlagen seien aber inzwischen eingereicht worden.

Das brasilianische Werk trägt wesentlich zum Milliarden-Defizit von ThyssenKrupp im Amerika-Geschäft bei. Seit dem Bau des Werkes hatte es massive Proteste von Anliegern gegeben, die die Umweltverschmutzung durch das Stahlwerk kritisieren. Darum sei es diesmal aber nicht gegangen, betonte das Unternehmen.

ThyssenKrupp-Chef Heinrich Hiesinger will die neuen Stahlwerke auf dem Kontinent – neben dem Werk in Brasilien auch ein weiteres in den USA – rasch verkaufen. Die Sparte Steel Americas hatte dem Konzern im vergangenen Geschäftsjahr einen Verlust von fünf Milliarden Euro eingebracht.

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