Kubas Außenhandel im Aufschwung

Internationale Handelsmesse verspricht neue Impulse für die Wirtschaft des sozialistischen Inselstaates. Weitere Kooperation mit Schlüsselländern

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Großer Andrang: Kubas Wirtschaftsmesse FILH
Großer Andrang: Kubas Wirtschaftsmesse FILH (2008)

Havanna. Für die am 1. November beginnende Internationale Handelsmesse Havannas (FIHAV) werden nach Angaben der Organisatoren Unternehmen und Firmen aus mehr als 50 Ländern erwartet.

Auf einer der größten lateinamerikanischen Messen ihrer Art sollen sie ihre neuesten Produkte und Erzeugnisse präsentieren.

Es werden bei dieser 18. Auflage der Feria Internacional de La Habana vor allem Unternehmensvertreter und Wirtschaftsdelegationen aus den für die kubanische Außenwirtschaft wichtigen Partnerländern wie Brasilien, China, Kanada, Russland, Vietnam und den Staaten der Bolivarischen Alternative für Amerika (ALBA) erwartet. Zudem werden Aussteller aus Ländern der Europäischen Union wie die Bundesrepublik Deutschland, Spanien und Italien teilnehmen.

Wie schon in den Vorjahren, werden 30 US-amerikanische Unternehmen der Nahrungsmittelbranche präsent sein. Es sind die einzigen US-amerikanischen Konzerne, die vom Washingtoner Finanzministerium eine Sondererlaubnis bekommen haben, um trotz der nunmehr seit 50 Jahren bestehenden Blockade mit Kuba Handel zu treiben.

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Von der sechstägigen Messe und den Begleitveranstaltungen sowie Delegationsempfängen erwarten sich die Veranstalter der FIHAV eine weitere Intensivierung bestehender Außenhandelskontakte vor allem mit Schlüsselländern wie China, Russland oder Venezuela.

In politischer Hinsicht ist für den zuständigen Außenhandelsminister Rodrigo Malmierca vor allem die Tatsache bedeutsam, dass trotz der nach wie vor bestehenden US-Blockade eine große Anzahl von Unternehmen aus aller Welt erneut den Weg nach Havanna finden wird, um die Wirtschaftsbeziehungen mit Kuba auszubauen und sich damit auch indirekt gegen die seit 1962 bestehende Blockadepolitik positioniert.

Die US-Blockade selbst ist indes weiter Gegenstand politischer Debatten. Am morgigen Dienstag wird – wie seit Jahren – erwartungsgemäß eine deutliche Mehrheit der UNO-Staaten gegen diese US-Politik votieren. Zur Abstimmung steht eine entsprechende Resolution der Regierung in Havanna.

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