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Kubas Internet bald 3000-mal schneller

Verlegung eines neuen Unterseekabels zwischen Kuba und Venezuela beginnt im Januar. Nachteile durch US-Blockade werden geschmälert

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Größtes Teilstück des neuen Kabels zwischen Venezuela und Kuba
Größtes Teilstück des neuen Kabels zwischen Venezuela und Kuba

Caracas/Havanna. Die Verlegung eines neuen Glasfaserkabels, das Kuba mit Venezuela und Jamaika verbinden wird, soll im Januar beginnen. Das erklärte Waldo Reboredo, Vizepräsident des Telekommunikationsunternehmens Gran Caribe, gegenüber lateinamerikanischen Medien.

Reboredo, der dem kubanischen Teil des Mischunternehmens vorsteht, gab die Investitionskosten mit über 70 Millionen US-Dollar an. Das Kabel soll nach seiner Inbetriebnahme im Juli des kommenden Jahres eine Lebensdauer von mindestens 25 Jahren haben.

Kubas Vizepräsident Ramiro Valdés besichtigte dieses Wochenende die Telefonzentrale von Playa Siboney, dem Sitz des Datenzentrums, von dem aus das Kabel mit dem nationalen Kommunikationsnetz verbunden wird.

Valdés, der auch Minister für Informatik und Kommunikation ist, besichtigte laut Meldungen örtlicher Presseorgane wie Radio Revolución und der Zeitung Sierra Maestra die Arbeiten an der Klimatechnik sowie die zugehörigen Maler- und Schreinerarbeiten.

Das Unterseekabel aus Glasfasern wird sich über eine Entfernung von rund 1500 Kilometern zwischen dem Ort Camurí in der Nähe des venezolanischen Hafens La Guaira und dem 18 Kilometer südöstlich von Santiago de Cuba gelegenen Siboney erstrecken. Die Leitung wird es Kuba ermöglichen, seine aktuell vorhandenen Daten-, Bild- und Stimmübertragungsgeschwindigkeiten um das Dreitausendfache zu erhöhen.

Auch wenn dies nicht ein Ende der kostspieligen Internetdienste über Satellitenverbindungen bedeutet, bisher aufgrund der US-Blockade die einzige Übertragungsmethode für Kuba, wird das Unterseekabel die anfallenden Betriebskosten um voraussichtlich 25 Prozent verringern.

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