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06.02.2008 Amerikas

Treibstoff für Argentinien

Staatliches Erdölunternehmen Enarsa wird in Venezuela fündig

Buenos Aires/Caracas. Die unausgesprochene Allianz zwischen der argentinischen Regierung und dem venezolanischen Präsidenten Hugo Chávez könnte sich erneut als unerwartet rentabel für Buenos Aires herausstellen. Im Rahmen einer Kooperation mit dem venezolanischen Staatskonzern Petroleos de Venezuela (PdVSA), hat Enarsa, das 2006 vom argentinischen Staat ins Leben gerufene Erdölunternehmen, in Venezuela eine neues Erdölvorkommen entdeckt. Erste Schätzungen sprechen von einer Menge von bis zu 500 Millionen Kubikmeter Erdöl.

Beide Unternehmen gaben in einem Kommuniqué den Fund bekannt. Sollten sich die Schätzungen des in der Region des Orinoco-Deltas gelegenen Vorkommens bestätigen, könnte Argentinien bereits kurzfristig die angespannte Lage seines Treibstoffmarktes sanieren. Das Vorkommen entspricht rund 1,63 Mal der gesamten in Argentinien geschätzten Reserven. Wie die Wirtschaftszeitung El Cronista berichtet, könnten die Lieferungen bereits 2009 beginnen.

Die Frage ist nun, wie viel der neuen Quelle dem argentinischen Staatsunternehmen zusteht. Enarsa-Repräsentanten gehen davon aus, dass die Verhandlungen mit dem venezolanischen Konzern zäh sein dürften. Beide Unternehmen hatten das Kooperationsabkommen im Januar 2006 unterzeichnet.


Die Originalmeldung von Argentinienaktuell.com finden Sie hier

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