Erfolge bei Verbrechensbekämpfung in Venezuela

Verbesserte Zusammenarbeit zwischen Polizei und Communities habe positive Wirkung. Mordrate sinkt. Auch Fortschritte im Kampf gegen Drogenschmuggel

Caracas. Die Zahl der Tötungsdelikte in Venezuela ist im ersten Halbjahr im Vergleich zum Vorjahreszeitraum gefallen. Innenminister Ramón Rodriguez Chacín erklärte den Rückgang der Mordrate um 27 Prozent mit einer verbesserten Zusammenarbeit zwischen Polizei und den Communities in besonders gefährdeten Stadtteilen sowie verstärkter Polizeipräsenz. Gleichzeitig gelang es der Polizei im Kampf gegen den Drogenschmuggel mehr Rauschgift zu beschlagnahmen.

Nach Einschätzung von Chacín ist das Sinken der Zahl der Morde und Totschlagsdelikte das Ergebnis neuer polizeilicher Maßnahmen, die die Regierung Chavez in den vergangenen sechs Monaten beschlossen hat. Dazu gehören regelmäßige Treffen zwischen Vertretern des Innenministeriums, der Polizei und von Mitgliedern der Communities. Trotz des verbesserten Polizeieinsatzes kommen in Venezuela wöchentlich immer noch 150 Menschen durch Mord oder Totschlag ums Leben - die meisten bei Bandenkriegen und Raubüberfällen.

Erfolge im Kampf gegen den Drogenschmuggel vor allem aus dem Nachbarland Kolumbien gab Colonel Nestor Reverol Torres, Direktor der venezolanischen Anti-Drogen-Behörde ONA, bekannt. Laut Reverol stieg die Menge der beschlagnahmten Drogen im ersten Halbjahr um 9 Prozent auf 28,7 Tonnen. Die Zahl der wegen Drogenschmuggels verhafteten Personen kletterte in den sechs Monaten sogar um das zweieinhalbfache auf 3.657.

Reverol erläuterte weiter, dass es den Behörden gelang, allein in der Polizeioperation "Boquete" 187 versteckte Landebahnen zu zerstören, die von Drogenschmugglern genutzt wurden.


Quelle: ABN/Venezuelanalysis.com

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