Venezuela / Kuba

Chávez trifft die Castros

Venezuelas Präsident macht Stippvisite in Kuba

Havanna. Eine Woche nach dem erfolgreichen Verfassungsreferendum reiste Venezuelas Präsident Hugo Chávez am Samstag zu einem eintätigen Arbeitsbesuch nach Kuba. In der Nacht von Samstag auf Sonntag verabschiedete Raúl Castro seinen venezolanischen Amtskollegen am Flughafen der kubanischen Hauptstadt. Beide Staatsoberhäupter, die auch Oberkommandierende ihrer jeweilige Streitkräfte sind, trugen Uniformen.

Unmittelbar nach seiner Ankunft hatte Chávez den Comandante der kubanischen Revolution, Fidel Castro, besucht. Vor seiner Abreise besuchte er den greisen Revolutionär noch einmal im Beisein dessen Bruders Raúl. Laut offiziellen Angaben sprachen Chávez und die Castro-Brüder über die bilateralen Beziehungen, die Weltwirtschaftskrise und deren Folgen für Lateinamerika und die Karibik.

Gemeinsam mit den Comandante der Bolivarianischen Revolution reisten Venezuelas Außenminister Nicolás Maduro, der Energieminister Rafael Ramírez, der Minister des Präsidentenamtes Luis Reyes und der Vizepräsident des staatlichen Ölkonzerns PDVSA, Asdrúbal Chávez, nach Kuba. Sie wurden unter anderem vom kubanischen Vizepräsidenten Ricardo Cabrisas, dem Außenminister Felipe Pérez Roque und dem Minister für ausländische Investitionen und wirtschaftliche Zusammenarbeit Rodrigo Malmierca verabschiedet.

Seitdem Chávez 1998 zum Präsidenten gewählt wurde, verbindet beide Länder eine strategische Partnerschaft. Gegen venezolanisches Öl halfen die Kubaner bei der Alphabetisierung der armen Bevölkerung und beim Aufbau eines staatlichen Gesundheits- und Bildungswesens. Darüber hinaus verbindet Chávez eine sehr enge persönliche Freundschaft zu Fidel Castro.

Gegen die engen Verbindungen zwischen den beiden Ländern zieht jetzt die venezolanische Opposition zu Felde. Im Bundesstaat Miranda räumte die rechte Regierung am Freitag ein Tageszentrum für alte und junge Menschen. Die kubanischen Sportlehrer wurden kurzerhand auf die Straße gesetzt und ihrem Schicksal überlassen.

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