Ecuador

Correa befürchtet Staatsstreich

Teile der Opposition versuchen in Ecuador offenbar Unruhe im Militär zu stiften. Präsident dementiert Gerüchte

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Correa befürchtet Staatsstreich
Correa im Interview mit ANDES

Quito. Auf Basis von gestreuten Falschinformationen versuchen in Ecuador Regierungsgegner das Land zu destabilisieren. Dies sagte Ecuadors Präsident Rafael Correa in einem Interview mit der neuen ecuadorianischen Nachrichtenagentur ANDES.

Bestimmte Kreise im Militär seien darin verwickelt, so der linksgerichtete Staatschef. Sie stünden dem Oberst und Ex-Präsidenten Lucio Gutiérrez sowie seiner Partido Sociedad Patriótica (PSP) nahe. In Emails hätten sie behauptet, die Regierung plane die Abwicklung von Militäreinrichtungen, zitiert ANDES den Präsidenten.

In verschiedenen Kasernen waren demnach elektronische Nachrichten im Umlauf, in denen erklärt wird, die Regierung wolle das Institut für die Sozialversorgung von Militärangehörigen (ISSFA) und die polytechnische Schule der Armee (ESPE) schließen. "Dies ist eine Lüge", betonte Correa nun. Seine Administration habe keinerlei solcher Pläne.

"Seit dem ersten Tag nach meinem Regierungsantritt hatten wir keine Opposition gegen uns, denn unsere Gegner nutzen andere Konzepte: wir waren mit Blockade, Konspiration und Destabilisierung konfrontiert", beklagte der Staatschef. Doch alle diese Aktionen "werden auch weiterhin keinen Erfolg haben", ergänzte er selbstbewusst, denn "die Mehrheit der ecuadorianischen Bevölkerung hat sich bei freien Wahlen bereits entschieden". Dabei spielte er auf seine erfolgreiche Wiederwahl im April 2009 an, nachdem die per Volksabstimmung abgesegnete neue Verfassung eine Neuwahl des Staatsoberhauptes nötig machte. Am 15. Januar 2007 hatte Correa das Amt des Präsidenten erstmals angetreten.

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