Ecuador / Politik

Wahlbehörde in Ecuador will Ergebnisse schnell bekanntgeben

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"Und wir Reichen zahlen keine Steuern mehr" - Szene aus der Parodie über Kandidat Lasso
"Und wir Reichen zahlen keine Steuern mehr" - Szene aus der Parodie über Kandidat Lasso

Quito. Ecuadors Wahlbehörde CNE will am Tag der Präsidentschaftswahl am kommenden 17. Februar rasch vorläufige Wahlergebnisse veröffentlichen. Das erste Resultat werde auf Basis von 30 Prozent der ausgezählten Stimmen bekanntgegeben, gab die Behörde auf ihrer Seite bei dem Mikrobloggingdienst Twitter bekannt. In Ecuador ist die Verbreitung von Umfragen durch private Unternehmen oder Medien am Wahltag verboten.

Für Aufsehen sorgte nach Angaben der Nachrichtenagentur AFP indes das Verbot eines Wahlwerbespots des abgeschlagenen Präsidentschaftskandidaten Alberto Acosta. Nach CNE-Ansicht enthält der Animationsfilm beleidigende Äußerungen über Amtsinhaber Rafael Correa. In dem Spot des Parteienbündnisses Plurinationale Allianz der Linken (Alianza Plurinacional de Izquierdas) ist der Dialog zwischen einem König und einem Untertan zu sehen. Der König verwendet Aussagen von Präsident Correa über seine politischen Gegner. Der Kurzfilm endet mit dem Wahl-Motto Acostas: "Kein Zurück in die Vergangenheit, kein Autoritarismus, mehr Demokratie."

Verboten wurde auch die Ausstrahlung einer Kurzfilmparodie über den rechtsgerichteten Herausforderer Guillermo Lasse. In dem Film erscheint der Unternehmer als Protagonist einer Parodie der Verdi-Oper La Traviata, in der er den Kandidaten der Banken und der Oligarchie spielt. Beide Filme verstießen gegen die Persönlichkeitsrechte der Amtsanwärter, urteilte der CNE.

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