Forum für den Frieden in Kolumbien

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Logo des Forum für den Frieden in Kolumbien
Logo des Forum für den Frieden in Kolumbien

Porto Alegre. Vom 24. - 26. Mai wird das "Forum für den Frieden in Kolumbien" in Porto Alegre im Süden Brasiliens stattfinden. Das Forum wurde von ca. 2.000 Bürgerinitiativen und politischen Organisationen aus Kolumbien initiiert. Der Kongress soll die gesellschaftliche Teilhabe an der Entwicklung der Friedensgespräche zwischen der kolumbianischen Regierung und der FARC-EP fördern, welche derzeit in Havana/Kuba stattfinden.

Zahlreiche Gruppen der Zivilgesellschaft fordern seit Jahren, dass der kolumbianische Staat und die Guerilla Anstrengungen unternehmen, um eine politische Lösung für den anhaltenden Konflikt zu finden. Die Bemühungen scheinen nun Früchte getragen zu haben: Am 18. Oktober letzten Jahres begannen die offiziellen Friedensverhandlungen zwischen der Regierung Kolumbiens und der FARC.

Die zivilgesellschaftlichen Organisationen begrüßen die Schritte auf dem Weg zum Frieden zwar, beklagen aber gleichzeitig, dass dieser Prozess außerhalb des kolumbianischen Territoriums stattfindet. Außerdem sind sie von den Verhandlungen ausgeschlossen, da besonders vonseiten der Regierung die Teilnahme weiterer Gruppen und Organisationen abgelehnt wurde. Genau hier soll die Initiative ansetzen und sowohl den Vertretern der Regierung als auch der Guerilla die Ergebnisse des Forums präsentieren, um der Bevölkerung dauerhaft eine Stimme in den Verhandlungen zu geben.

Die thematische Arbeit des Forums wird sich auf die Schwerpunkte soziale Gerechtigkeit, Demokratie und Souveränität konzentrieren. Auf Grundlage dieser drei Punkte werden thematische Untergruppen gebildet, in denen die Teilnehmer u.a. zu den Themen Frauen, Jugend, Bildung, Gewerkschaftsbewegung sowie alternative Medien und Kommunikation arbeiten können. So soll das gesamte Spektrum der komplexen gesellschaftlichen Probleme in Kolumbien abgedeckt werden.

Das Forum ist auch weiterhin offen für Gruppen und Einzelpersonen die sich inhaltlich oder organisatorisch einbringen möchten. Über eine Internetseite wird laufend über die thematischen Gruppen und neueste Entwicklungen informiert. Dort ist es auch möglich, sich für den Kongress einzuschreiben. Die Dokumente werden auf Portugiesisch, Spanisch und Englisch verfügbar sein.

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