Soziale Bewegungen gründen Front zur Verteidigung der Revolution

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Pressekonferenz im Stadtteil San Augustin, Caracas
Pressekonferenz im Stadtteil San Augustin, Caracas

Caracas. Am gestrigen Dienstag haben mehr als 50 Basisorganisationen auf einer Pressekonferenz in Caracas die Gründung der "Volksfront zur Verteidigung der Revolution und des Friedens" bekannt gegeben. Sie wiesen auf die latente Gefahr eines "langsamen Staatsstreiches" hin. Die Sprecher des neuen Bündnisses riefen zur "Einheit der revolutionären Kräfte" auf und forderten die Gründung von "Kommandos und Komitees zur Verteidigung der Revolution".

Des Weiteren unterstrichen sie ihre Unterstützung für den gewählten Präsidenten Nicolás Maduro, den Wahlrat CNE und dessen Vorsitzende Tibisay Lucena. "Der Genosse Nicolás Maduro wird derjenige sein, der gemeinsam mit uns die nächsten sechs Jahre regiert", sagte einer der Sprecher vor den Kameras des staatlichen Fernsehsenders VTV.

"Wir unterstützen bedingungslos den Nationalen Wahlrat (CNE), der Garant für den Aufbau der partizipativen Demokratie ist und der, dank dem sichersten und transparentesten Wahlsystem der Welt, dem Volk das Vertrauen in seine Wahlstimme zurückgegeben hat."

In dem verlesenen Kommuniqué richteten sie sich an Präsident Maduro, die Streitkräfte, den Parlamentspräsidenten Diosdado Cabello und weitere Personen der Regierung, sowie an die verschiedenen Parteien, die den politischen Prozess unterstützen, aber auch an die Kommunalen Räte (Consejos Comunales) und die internationale Gemeinschaft.

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Die Kollektive verurteilten die Gewaltakte der letzten Tage, für die sie Henrique Capriles Radonski, dessen Mitarbeiter im Wahlkampfstab, Leopoldo López, und den "Tisch der Demokratischen Einheit" (MUD) verantwortlich machten. "Wir stehen hinter Paralamentspräsident Diosdado Cabello und den Maßnahmen die die Nationalversammlung treffen wird", sagten sie in Bezug auf eventuelle rechtliche Schritte gegen den unterlegenen Kandidaten Capriles wegen seiner möglichen Verstrickung in die Gewaltakte.

Die organisierte Bevölkerung solle versuchen, mit Unruhestiftern zu reden, sie von der Unrechtmäßigkeit und latenten Gefahr ihres Handelns überzeugen, sobald erneut gegen öffentliche Einrichtungen, Ärztehäuser oder ähnliches vorgegangen werden sollte. Die Kollektive unterstrichen damit die Wichtigkeit des Dialogs. "Das bolivarische und chavistische Volk ist friedlich aber vor dem Hintergrund der Empörung die diese Akte auslösen, sollte es seine Erfolge, seine Sicherheit, sein Leben und das Leben des Vaterlandes verteidigen."

Die neu gegründete Front forderte weitergehend die Regierung auf, allen Unternehmen die sich an dem am Montag angedrohten Generalstreik beteiligen sollten, die Möglichkeit zu entziehen über die staatlichen Mechanismen Devisen zu erhalten. In diesem Zuge riefen sie die Fabrikeigentümer und Händler des Landes auf, die Auslieferung der Waren zu gewährleisten.

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