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13.05.2013 Lateinamerika / Politik

CELAC beschließt Ausweitung internationaler Beziehungen

Das Bündnis ist die größte amerikanische Regionalorganisation. Anders als bei der OAS sind die USA und Kanada nicht beteiligt

Das Bündnis ist die größte amerikanische Regionalorganisation. Anders als bei der OAS sind die USA und Kanada nicht beteiligt

Havanna. Die Beauftragten der Mitgliedsstaaten der Gemeinschaft lateinamerikanischer und karibischer Staaten (CELAC) sind in der kubanischen Hauptstadt Havanna zum fünften Treffen zusammengekommen. Einstimmig verabschiedeten die Vertreter aus 33 Ländern das diesjährige Arbeitsprogramm.

Neben den Regierungsvertretern nahmen auch Gesandte verschiedener internationaler Organisationen an dem Treffen teil. Die Kubanische Regierung kündigte gegenüber der Presse die Reise einer CELAC-Delegation für den 29. Mai nach Russland an. Der Vizeaußenminister Kubas, Abelardo Morena sagte: "Wir haben beschlossen die Beziehungen von CELAC zu China, Indien und Russland zu vertiefen." Weiter erklärte er, dass die Gespräche mit den Kooperationspartnern hauptsächlich in New York, dem Sitz der Vereinten Nationen (UNO) stattfinden werden, so zum Beispiel im September im Rahmen der Vollversammlung der UNO. Auch sollen die Beziehungen zu Ländern Afrikas und Asiens verstärkt werden. Ziel sei eine multipolare Welt und eine Vertiefung der strategischen Zusammenarbeit auf internationaler Ebene. Hierfür sollen auch im Rahmen der UNO die Interessen Lateinamerikas und der Karibik verstärkt vertreten werden.

Neben organisatorischen und funktionalen Aspekten einigten sich die Teilnehmer auf die Hauptarbeitsbereiche des Bündnisses: die soziale Entwicklung, Bekämpfung der Ungleichheiten, Handel, Umwelt, Energie, Finanzen, Nahrungsmittelsicherheit, Wissenschaft und Technologie sowie industrielle Produktion. Weiterhin fand eine Auswertung der Treffen der Bildungsminister in Kuba, der Kulturminister in Surinam und der Arbeitsgruppe zur Umweltpolitik in Ecuador statt.

In dem 2010 gegründeten Bündnis CELAC sind alle Länder Lateinamerikas und der Karibik außer Kanada und den USA vertreten. Das erste formelle Treffen fand 2011 in Venezuela statt. Nach Chile übernahm Kuba im Januar die Präsidentschaft für das Jahr 2013, Costa Rica folgt 2014. Vertreter dieser drei Länder bilden die sogenannte Troika, die die Gemeinschaft nach Außen vertritt. Ergänzt wird sie durch Haiti als Vertretung für die karibischen Länder.

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