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Ecuadors Präsident kündigt Entscheidung über Yasuní-Projekt an

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Ecuadors Präsident Rafael Correa will die Yasuní-ITT-Initiative überprüfen
Ecuadors Präsident Rafael Correa will die Yasuní-ITT-Initiative überprüfen

Quito. Ecuadors Regierung hat eine Entscheidung über das Yasuní-Projekt angekündigt. Im Juni oder Juli werde geklärt, ob das Öl unter dem Nationalpark weiter im Boden bleiben kann. Präsident Rafael Correa sagte in der vergangenen Woche, dass die Yasuní-ITT-Initiative objektiv, seriös und verantwortlich geprüft werde. Dort gebe es tausende, zehntausende Millionen Dollar, die die ecuadorianische Bevölkerung dringend benötige.

Bei dem Projekt geht es darum, die Ölreserven nicht anzutasten, wenn im Gegenzug die internationale Gemeinschaft in zwölf Jahren 3,6 Milliarden US-Dollar an Kompensation zahlt. Der Betrag beträgt etwa die Hälfte des möglichen Verkaufserlöses des Öls, das unter dem besonders artenreichen Regenwaldgebiet lagert. Es hat weltweit für Schlagzeilen gesorgt, bislang sind aber erst etwa 300 Millionen Dollar eingegangen, so Yvonne Baki, die die Initiative in Ecuador leitet.

Präsident Correa hatte immer wieder darauf hingewiesen, dass der sogenannte Plan B in Kraft trete, wenn die Zahlungen ausblieben. Darauf wies er auch in der vergangenen Woche hin.

Correas einstiger Weggefährte Alberto Acosta, der zu den Mitinitiatoren des Projektes zählt und der bei der Präsidentschaftswahl in diesem Jahr gegen Correa angetreten war, kritisierte in diesem Zusammenhang erneut die Regierung. Die Zahlungen blieben aus, weil es kein klares Signal gebe. Er bezeichnete die Initiative als einen historischen und politischen Erfolg. So befürworteten im Jahr 2012 85 Prozent der Ecuadorianer den Plan, die 850 Millionen Barrel Öl nicht anzutasten.

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