Ecuador / Politik / Umwelt

Präsident Correa: Opposition schürt Gewalt

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Ecuadors Präsidetn Rafael Correa während der wöchentlichen TV-Sendung "Enlace Ciudadano"
Ecuadors Präsidetn Rafael Correa während der wöchentlichen TV-Sendung "Enlace Ciudadano"

Quito. Ecuadors Präsident Rafael Correa hat der Opposition vorgeworfen, im Zusammenhang mit der geplanten Erdölförderung im Yasuní-Nationalpark Gewalt zu schüren und Jugendliche zu manipulieren. "Junge Menschen, lasst euch nicht täuschen, diese Leute geben einen Dreck auf den Yasuní", warnte der Präsident am gestrigen Samstag in seiner wöchentlichen Fernsehsendung "Enlace Ciudadano".
Bestimmte politische Kräfte und Parteien versuchten jetzt, mit Gewalt zu erreichen, was sie bei den Wahlen im Februar nicht erreichen konnten.

Während der Sendung wurden Bilder von Sachbeschädigungen an Geschäften und öffentlichen Einrichtungen während einer Demonstration in der Mitte dieser Woche in Quito gezeigt sowie Angriffe mit Stöcken und Steinen von einer Gruppe von Demonstranten auf Polizisten.

Auf die Behauptungen, dass die Ölförderung im Yasuní-Nationalpark das Ökosystem in der Amazonas-Region beschädigen würde, erwiderte Correa, keine andere Regierung habe mehr für die "Pachamama" (Mutter Erde ) und den Umweltschutz getan. Er forderte die Opposition auf, die notwendigen 600.000 Unterschriften für ein Referendum über die Ölförderung im Yasuní zu sammeln, anstatt Gewalt zu schüren. "Wir haben nie Angst vor der Willensäußerung des Volkes bei Abstimmungen gehabt. Wenn sie eine Volksbebefragung wollen, sollen sie 600.000 Unterschriften sammeln“, sagte Correa.

Der Präsident Ecuadors hatte am 15. August das Scheitern der Yasuní-Initiative bekannt gegeben, deren Ziel war, das Öl in diesem Nationalpark im Austausch für eine internationale Entschädigung im Boden zu belassen. In den sechs Jahren seit Beginn der Inititiative sei nur ein Prozent der benötigten Kompensationszahlungen im Fonds der Vereinten Nationen eingegangen. Die Regierung hatte daraufhin entschieden, vom Parlament die Zustimmung zur "verantwortungsvollen Ölförderung" in einem bestimmten Gebiet des Yasuní einzuholen. Die daraus resultierenden Einnahmen von geschätzten 18 Millionen US-Dollar sollen in die Armutsbekämpfung investiert werden. Nun politisiere die Opposition das Thema, so Correa. Faktisch werde nur in einem Tausendstel der Fläche von rund einer Million Hektar des Nationalparks Öl gefördert, und diese Förderung werde erst dann begonnen, wenn die entsprechenden Umwelt- Lizenzen vorhanden seien.

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