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02.09.2013 Südamerika / Syrien / Militär / Politik

Unasur gegen Kriegskurs in Syrien

Gruppenfoto der Staats- und Regierungschefs der Unasur-Länder in Paramaribo

Gruppenfoto der Staats- und Regierungschefs der Unasur-Länder in Paramaribo

Quelle: minci.gob.ve

Paramaribo, Surinam. Die Union Südamerikanischer Nationen (Unasur) hat sich auf ihrem Gipfeltreffen in Surinam gegen eine völkerrechtswidrige Militärintervention in Syrien ausgesprochen. In einer gemeinsamen Erklärung drücken die Staatsoberhäupter der zwölf Mitgliedsländer ihre "extreme Besorgnis" über die Situation in Syrien aus und "verurteilen äußere Interventionen, die nicht in Einklang mit der Charta der Vereinten Nationen stehen". Ebenso weisen sie die "Entwicklung jedweder Interventionsstrategien" zurück.

Medienberichten zufolge hatten vor allem Argentinien und Venezuela darauf hingewirkt, eine weitgehendere Resolution zu verabschieden und jegliche Militärintervention von außen in dem arabischen Land zu verurteilen. Unter anderem Brasilien habe sich jedoch dafür eingesetzt, das Völkerrecht als Voraussetzung zu nennen, wodurch Interventionen nach einem Sicherheitsratsbeschluss möglich wären.

Angesichts der Eskalation des Krieges in Syrien forderte der venezolanische Außenminister Elías Jaua, in Südamerika eine gemeinsame Verteidigungsdoktrin zu entwickeln, "um den Frieden dieser Region zu schützen". Südamerika müsse sich der Herausforderung stellen, "permanenten imperialistischen Bedrohungen" ausgesetzt zu sein, welche auf die Rohstoffe des Kontinents abzielten, sagte Jaua am Donnerstag auf einer Pressekonferenz in Paramaribo. Dass Lateinamerika heute eine Region großer politischer Stabilität ohne bewaffnete Konflikte zwischen den Ländern ist, sei "ein hohes Gut, dass wir schützen müssen".

Das Unasur-Treffen in der surinamischen Hauptstadt ist das inzwischen siebte Gipfeltreffen der Regionalorganisation. Bei der Zusammenkunft ging die temporäre Präsidentschaft der Unasur von Peru auf Surinam über. Nach dem vorübergehenden Ausschluss Paraguays im Zuge des Putsches gegen Fernando Lugo im Juni 2012 wurde das Land wieder offiziell in die Organisation aufgenommen.

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