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Cholera-Ausbruch in mehreren Bundesstaaten von Mexiko

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Cholerabakterium im Elektronenmikroskop
Cholerabakterium im Elektronenmikroskop

Mexiko-Stadt. Nach dem Ausbruch der Infektionskrankheit Cholera im mexikanischen Bundesstaat Hidalgo vor ungefähr zwei Wochen breitet sich der Erreger im Land weiter aus. Nach Regierungsangaben haben sich bisher 159 Personen in den Bundesstaaten Veracruz, Estado de México, San Luis Potosí sowie in Mexiko-Stadt infiziert. Eine Person ist an den Folgen der Infektion verstorben. Die Regierung rief die Bevölkerung indes zu Präventionsmaßnahmen auf.

Der Großteil der Infektionsfälle beschränkt sich auf den zentralmexikanischen Bundesstaat Hidalgo. Laut Experten spricht wenig für einen Zusammenhang zwischen den Unwettern im September und dem  aktuellen Cholera-Ausbruch. So ließ sich laut mexikanischem Gesundheitsministerium in dem Bundesstaat Guerrero, der am meisten von den Tropenstürmen betroffen war, bisher kein Infektionsfall feststellen.

Als Quelle des Erregers wird aus Haiti eingeschlepptes Wasser vermutet, so der Biotechnologie-Professor Rodrigo Balam Muñoz Soto vom Institut für Technologie in Monterrey. Zudem bestehe kein Grund zu größerer Beunruhigung. Die mexikanischen Behörden könnten aufgrund der Erfahrungen mit dem Cholera-Erreger aus den neunziger Jahren eine Ausbreitung auf urbane Zentren wohl verhindern, so Muñoz Soto.

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