Honduras / Politik

FIDH kritisiert Unregelmäßigkeiten bei Wahl in Honduras

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Die Wahlbeobachtungsdelegation der Internationalen Menschenrechtsföderation FIDH in Honduras berichtet erneut über zahlreiche Unregelmäßigkeiten
Die Wahlbeobachtungsdelegation der Internationalen Menschenrechtsföderation FIDH in Honduras berichtet erneut über zahlreiche Unregelmäßigkeiten

Tegucigalpa. Die Wahlbeobachtungsdelegation der Internationalen Menschenrechtsföderation FIDH, ein Zusammenschluss von 178 Menschenrechtsorganisationen, hat am 10. Dezember ein Kommuniqué veröffentlicht, in dem erneut über zahlreiche Unregelmäßigkeiten im Wahlprozess berichtet wird. Weiterhin fordert die FIDH den Obersten Wahlrat (TSE) und die Staatsanwaltschaft auf, die von den Parteien LIBRE und PAC vorgetragenen Klagen anzunehmen und gewissenhaft zu prüfen.

Auf Grundlage ihrer eigenen Beobachtungen weist die Delegation auf massive Fehler im Wahlregister, Stimmenkauf und Kauf von Zulassungen als Wahlhelfer in den Wahlbüros hin. Ebenfalls kritisiert wird die Praxis der Nationalen Partei, Wahlgeschenke zu versprechen und personalisierte Rabattkarten vor den Wahllokalen auszugeben. Darüber hinaus fordert die Delegation die Neuauszählung der beim Obersten Wahlrat eingegangenen Urnen-Protokolle sowie Berichte aller Parteien über die Zulassung von Wahlhelfern. Nur so könne laut der Internationalen Menschenrechtsföderation der Vorwurf des Verkaufs von Zulassungen ernsthaft überprüft werden.

Die Partei LIBRE erkennt das vom TSE verlautbarte Ergebnis nicht an und beklagt einen medialen Krieg der "putschistischen Sektoren" gegen die eigentliche Siegerin der Wahl, Xiomara Castro.

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