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Ratingagentur S&P straft Venezuela wegen "Radikalisierung" ab

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S&P-Hauptquartier in New York
S&P-Hauptquartier in New York

New York. Die US-amerikanische Ratingagentur Standard & Poor’s (S&P) hat den Status Venezuelas wegen der "Radikalisierung" seiner Wirtschaftspolitik unter der amtierenden sozialistischen Regierung von Präsident Nicolás Maduro erneut herabgestuft. Nach Ansicht der Wirtschaftsprüfer ist das Land vom Ramschniveau B auf B- abgefallen. Erst im April hatte S&P Venezuela von der Marke B+ auf B degradiert. S&P ist die dominierende Ratingagentur neben den kleineren Unternehmen Moody's und Fitch Ratings, die zu den Großen Drei weltweit zählen.

Nach der neuen Studie, die bislang nur für Abonnenten der S&P-Dienste zugänglich ist, weise Venezuelas Wirtschaftspolitik wegen der "Radikalisierung" eine negative Tendenz auf. "Wir erwarten, dass sich die fehlerhafte Wirtschaftpolitik in Venezuela fortsetzt", heißt es in der Studie. Gemeinsam mit externem Druck auf die Liquiditätsreserven des Landes und der andauernden politischen Polarisierung sei eine verstärkte Abhängigkeit der venezolanischen Regierung vom Erdölpreis zu erwarten. Dies schränke ihre Handlungsfähigkeit im Falle etwaiger ungünstiger Entwicklungen ein.

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