Venezuela / Politik

Venezuela: Opposition soll Verfassung anerkennen und US-Kontakt beenden

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Präsident Nicolás Maduro fordert von Opposition in Venezuela Verfassungstreue
Präsident Nicolás Maduro fordert von der Opposition in Venezuela Verfassungstreue

Caracas. Venezuelas Präsident Nicolás Maduro hat sich zum politischen Dialog mit der Opposition bekannt. Bedingung für Gespräche mit der politischen Rechten sei jedoch, dass diese ihre Kontakte mit der US-amerikanischen Regierung einstelle, ihn als Präsidenten anerkenne und die Verfassung achte, sagte der sozialistische Staatschef bei einem Treffen mit Bürgermeistern der regierenden Vereinten Sozialistischen Partei Venezuelas (PSUV).

Bei dem Auftritt nahe der Stadt Carabobo bezeichnete Maduro es als "inakzeptabel und unverzeihlich", dass Teile der Opposition nach wie vor politisch und wirtschaftlich von den USA abhängen. "Es ist geradezu erniedrigend zu sehen, wie die führenden Politiker der Opposition vor den Befehlen Washingtons und dieser imperialistischen Elite auf die Knie fallen", so Maduro, ohne konkrete Namen zu nennen. In der Vergangenheit hatten vor allem die Kontakte der venezolanischen Oppositionellen María Corina Machado zur US-Regierung für Kritik gesorgt. Machado leitet die politische Organisation Súmate, die nachweislich aus den USA finanziert wurde.

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Wenn die Bürgermeister und Regionalpolitiker seine Bedingungen erfüllen, seien sie im Präsidentenpalast Miraflores willkommen, sagte Maduro. "Ich lade Euch alle für Mittwoch,18 Uhr ein. Die Türen stehen euch offen, aber ihr wisst, was die Bedingungen sind", fügte er an.

Bei den Kommunalwahlen vor gut einer Woche hatte die PSUV sich als stärkste Kraft behauptet. Dem Oppositionsbündnis "Tisch der Demokratischen Einheit" (MUD) war es gelungen, die Zahl der eigenen Kommunalvertretungen von 56 auf 76 zu steigern. Dennoch wertete selbst die regierungskritische Tageszeitung El Nacional das Ergebnis als "Sieg für den Chavismus".

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