Uruguay / Politik

Marihuanahandel in Uruguay wird gesetzlich geregelt

marihuana.jpg

Kommerzialisierung von Marihuana wird Ende April in Uruguay gesetzlich geregelt
Kommerzialisierung von Marihuana wird Ende April in Uruguay gesetzlich geregelt

Montevideo. Der Vorsitzende des Nationalen Rates für Drogen in Uruguay, Diego Cánepa hat bekannt gegeben, dass der Rat für Ende April ein Dekret zur gesetzlichen Regelung der Kommerzialisierung von Marihuana vorlegen wird.

Im Rahmen des in Montevideo durchgeführten internationalen Forums "Aktualisierung über die medizinische und therapeutische Nutzung von Cannabis" betonte der Vorsitzende, dass die Reglementierung der medizinischen und rein kommerziellen Nutzung eindeutig voneinander getrennt werden müssten.

Cánepa wies zudem darauf hin, dass die medizinische Nutzung eine spezifische und minutiöse Regelung verlange, denn "sie bietet die Chance für die Etablierung einer großen Industrie im Land". Daher wird der medizinische Gebrauch erst ab Mitte des Jahres nach intensiver Arbeit verschiedener Ministerien reglementiert.

Viele internationale Unternehmen haben bereits großes Interesse an der Verarbeitung von medizinischem Marihuana in Uruguay bekundet, um dieses dann industriell zu Pillen, Balsam und Ölen zu verarbeiten.

Da geht noch was!

Bisher können sich von den täglich rund 6.200 Besucher:innen nur 248 zu einer Spende entschließen.

Sollten Sie zu den übrigen 5.952 gehören, spenden Sie jetzt!

Damit alle Inhalte von amerika21.de weiterhin für Alle kostenlos verfügbar sind.

Ihr Amerika21-Team

Auch der akademische Sektor des Landes forscht am medizinischen Nutzen von Marihuana und hat Kapazitäten für die Herstellung von Medikamenten auf Cannabisbasis bereitgestellt.

Hinsichtlich der Regelung des nichtmedizinischen Handels stellte Cánepa klar, dass die Umsetzung einiger erwähnter Aspekte, wie der Verkauf  von Cannabis in Apotheken, noch einige Zeit in Anspruch nehmen wird.

Die im Dekret vorgesehenen Cannabis-Clubs könnten aber unmittelbar nach der Verabschiedung des Gesetzes umgesetzt werden. Diese Clubs dürften zwar kein Marihuana verkaufen, könnten aber jeweils bis zu 45 Mitglieder aufnehmen. Die Mitglieder dürfen bis zu 40 Gramm Cannabis im Monat über einen Mitgliedsbeitrag erwerben und müssen ihre aktive Mitarbeit im Club nachweisen.

Unterstützen Sie amerika21 mit einer Spende via Flattr