Pazifik-Allianz schlägt Treffen mit Mercosur vor

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Logos der Pazifik-Allianz und des Mercosur
Logos der Pazifik-Allianz und des Mercosur

Santiago de Chile. Vertreter des Wirtschaftsbündnisses Pazifik-Allianz haben dem konkurrierenden Regionalbündnis Mercosur vorgeschlagen, den Integrationsprozess der Mitgliedsstaaten beider Blöcke voranzubringen.

Der Vorschlag "einen Dialog zwischen den Staaten der Region zu entwickeln" wurde von der Chilenischen Regierung eingebracht, die der im Jahr 2012 gegründeten Pazifik-Allianz angehört. Nach einer vierstündigen Sitzung hinter verschlossenen Türen einigten sich die Verantwortlichen darauf, eine Einladung an Vertreter des Mercosur auszusprechen.

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Mexikos Außenminister José Antonio Meade sagte im Anschluss an das Treffen mit seinen Kollegen aus Chile, Costa Rica, Peru und Kolumbien, die Pazifik-Allianz sei eine "offene Plattform mit größter Dialogbereitschaft". Die peruanische Außenministerin Eda Rivas ergänzte: "Wir sind offen für jedes Land, dass sich uns annähern will."

Die beiden Modelle Mercosur und Pazifik-Allianz stehen für unterschiedliche Modelle der lateinamerikanischen Wirtschaftsintegration. Der Mercosur besteht im Vergleich zur recht jungen Pazifik-Allianz bereits seit 1991. Er umfasst die Länder Argentinien, Brasilien, Paraguay, Uruguay und Venezuela. Die Pazifik-Allianz ist neoliberal ausgerichtet und steht den USA näher als dies bei den Mercosur-Staaten der Fall ist. Diese politische Spaltung hat bislang ein Vorankommen bei der Annäherung zwischen den beiden Blöcken erschwert.

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