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Bericht über Gewalt gegen minderjährige Migranten in Mexiko

Protest gegen die Kriminalisierung von Migranten an der US-Mexiko-Grenze

Protest gegen die Kriminalisierung von Migranten an der US-Mexiko-Grenze

Quelle: flickr.com
Lizenz: CC by 2.0

Mexiko-Stadt. Wie aus einem von der mexikanischen Ausländerbehörde veröffentlichten Bericht hervorgeht, wurden allein 2013 mehr als 8.000 minderjährige Migranten aus Mexiko ausgewiesen. Die Mehrzahl der Betroffenen stammt aus mittelamerikanischen Ländern. Die meisten reisen illegal nach Mexiko ein und versuchen, bis in die USA vorzudringen. "Viele von ihnen verschwinden, werden entführt und von Verbrecherbanden aufgegriffen", sagte Ana García de Hernández, Ehefrau des Präsidenten von Honduras. Es sei Aufgabe der mexikanischen Regierung, die Kinder vor den Verbrechern zu schützen. Mehrere mexikanische Banden, darunter die Gruppe "Cártel de los Zetas”, machen Profit, indem sie Kinder entführen und Menschenhandel mit ihnen betreiben. "Viele werden zur Prostitution gezwungen", so García de Hernández.

In der US-amerikanischen Stadt Los Angeles fand kürzlich eine Kundgebung vor der mexikanischen Botschaft statt. Aktivisten aus Mittel- und Südamerika forderten die mexikanische Regierung auf, einen besseren Schutz für die Kinder zu gewährleisten. Jorge Mario Cabrera, Sprecher des Verbands für die Rechte von Migranten in Los Angeles, sagte, das Mexiko Respekt für seine Staatsangehörigen in den USA fordere. Ebenso müsse die Regierung Mexikos dafür sorgen, dass mittelamerikanische Migranten auf mexikanischem Territorium ebenfalls mit Respekt behandelt werden.

Der Generalsekretär der Vereinten Nationen, Ban Ki-moon, meldete sich ebenfalls zu Wort und appellierte an die nah an den USA liegenden Länder, die Migranten mit Würde zu behandeln. Der Schutz ihrer Rechte, insbesondere die Rechte der Kinder, müsse gewährleistet werden, forderte Ban. Die mexikanische Kongressabgeordnete Ana Gabriela Guevara drängte ihrerseits auf die Erarbeitung eines rechtlichen Rahmens, um das Problem der minderjährigen Migranten im globalen Maßstab anzugehen. Gewalt und Armut seien die Hauptgründe für die Kinder, ihre mittelamerikanischen Herkunftsländer zu verlassen.

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