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31.08.2014 Kuba / Lateinamerika

Kuba warnt bei Forum von São Paulo vor verdeckter Kriegsführung der USA

Warnt vor verdeckter Kriegführung durch USA: José Ramón Balaguer

Warnt vor verdeckter Kriegführung durch USA: José Ramón Balaguer

Quelle: edcuba.files

La Paz. Kuba hat auf dem "Forum von São Paulo" im bolivianischen La Paz vor den Methoden und Zielen eines nichtkonventionellen Krieges der Vereinigten Staaten gegen Länder gewarnt, die von Washington als Feinde identifiziert werden.

José Ramón Balaguer, Chef der Abteilung für Auswärtige Angelegenheiten der Kommunistischen Partei Kubas (PCC), sagte, dass die Anwendung dieser Strategie Teil einer Gegenoffensive "des Imperiums und der Rechten Lateinamerikas und der Karibik" darstelle. "Zur ideologischen Subversion und der mittelfristigen politischen Einflussnahme kommen destabilisierende und radikalisierende Maßnahmen hinzu, um das zu erreichen, was sie als Regimewechsel bezeichnen. Es geht ihnen darum, die Beteiligung der USA zu verschleiern", so Balaguer laut der kubanischen Nachrichtenagentur Prensa Latina.

Er führte demnach aus, dass der Regimewechsel die Absicht verfolge, mit minimalem Aufwand Bedingungen für die Verwirklichung imperialer Ziele zu schaffen, deren Hauptnutznießer die großen transnationalen Konzerne seien. Wie Balaguer weiter sagte, würden die Nationen, die die Vereinigten Staaten prioritär als Opfer für ihre Angriffe wählten, aus ökonomischen und geopolitischen Gründen ausgesucht, aber auch wegen ihres symbolischen und gegenhegemonialen Potenzials. Er rief dazu auf, diese Manöver auf lokaler und internationaler Ebene anzuklagen, dabei intensiv das Internet zu nutzen und die internationalen Beziehungen zu verstärken, um den Anstrengungen der Vereinigten Staaten entgegenzuwirken, das jeweilige Land zu isolieren.

Zu den Möglichkeiten, dieser verdeckten Kriegsführung zu begegnen, sagte er weiterhin: "Die regionalen politischen Integrations- und Konzentrationsprozesse wie die Gemeinschaft der Lateinamerikanischen und Karibischen Staaten und die Bolivarische Allianz für Amerika sind ein wirksames Gegenmittel." Die politische Stärke der progressiven Kräfte hänge "in großem Maße vom Ausmaß der Einheit innerhalb der politischen Organisationen ab, die das Land führen, sowie den engen Bindungen zwischen Führung und Bevölkerung.“

Balaguer und weitere vier Redner aus Brasilien, Bolivien, El Salvador und Argentinien nahmen an dem zum Programm des São-Paulo-Forums gehörenden IV. Seminar über progressive Regierungen der Region teil. Das größte regelmäßige Treffen linker Parteien und Organisationen Lateinamerikas ging am vergangenen Freitag zu Ende. Vertreter der deutschen Partei Die Linke waren als Beobachter anwesend.

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