Erste Gruppe syrischer Flüchtlinge in Uruguay angekommen

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Uruguays Präsident José Mujica begrüßt syrische Flüchtlinge
Uruguays Präsident José Mujica begrüßt syrische Flüchtlinge

Montevideo. Am vergangenen Donnerstag sind fünf syrische Familien in Uruguay angekommen. Die 42 Personen erhalten vom uruguayischen Staat Unterkunft und volle Sozialleistungen. Nach ihrer Ankunft trafen sie sich mit Präsident José Mujica in dem Asylheim San José, wo sie die nächsten Wochen verbringen werden. (Ein Video über die Reise der Flüchtlinge findet sich hier.

Der regionale Vertreter des Flüchtlingswerks der Vereinten Nationen (UNHCR), José Samaniego, hatte die Familien bei ihrer Ankunft in Uruguay begleitet. Samaniego lobte in einer Pressekonferenz das Land für seine Solidarität und betonte den warmen Empfang, den die Flüchtlinge durch die Institutionen und die Bevölkerung Uruguays erhalten haben. "Dies ist ein ermutigendes Ereignis angesichts der chaotischen Situation weltweit", so Samaniego. Der regionale Vertreter der UNHCR rief andere Länder dazu auf, dem Beispiel des südamerikanischen Landes zu folgen.

Der Sekretär für Menschrechte in Uruguay, Javier Miranda, hob insbesondere die Arbeit der Internationalen Organisation für Migration (IOM) hervor, die das Programm zur Umsiedlung der Flüchtlinge aufgesetzt hatte, sowie die logistische Anstrengungen der uruguayischen Botschaft im Libanon.

In derselben Woche hat eine weitere syrische Familie in Montevideo Zuflucht gesucht. Die Familie aus Damaskus ist auf eigene Faust nach Uruguay gereist, und ist momentan in einer Garage in der Hauptstadt unterkommen. Sie hatte durch einen Bekannten vom Islamischen Zentrum Uruguays Flugtickets und Visa zugestellt bekommen. Im Februar 2015 wird im Rahmen des Programms des IOMs die Ankunft von weiteren 72 Syriern, die sich momentan in einem Flüchtlingslager im Libanon befinden, erwartet.

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