DruckversionEinem Freund senden
23.09.2014 Uruguay / Politik

Präsident von Uruguay warnt vor Zunahme globaler Spannungen

Uruguays Präsident Mujica warnt vor einer Verfielfachung blutiger Zusammenstöße, Sanktionen und Embargos

Uruguays Präsident Mujica warnt vor einer Verfielfachung blutiger Zusammenstöße, Sanktionen und Embargos

Montevideo/New York. Uruguays Präsident José Mujica hat an die politischen Führer der Großmächte appelliert, "die ansteigende Welle von Spannungen und Bedrohungen des Friedens zu stoppen" und sie aufgefordert, sich der Bewältigung der drängenden weltweiten Probleme zu widmen.

Mujicas Botschaft wurde am vergangenen Freitag vor Beginn der Vollversammlung der Vereinten Nationen vom Präsidialamt verbreitet und erscheint auch in der Zeitschrift International Policy Journal.

"Es ist an der Zeit. Die Mächtigen der Welt können und müssen jetzt handeln, um das Anwachsen der internationalen Spannungen zu stoppen, den Frieden und die globale Ordnung zu sichern, die die Welt mehr denn je braucht, und die Mechanismen für Dialog, Zusammenarbeit und gemeinsames Handeln auf allen Ebenen zu stärken", schreibt Mujica.

Es liege in ihrer Macht, dass die Welt sich auf die dringenden und wichtigen Aufgaben konzentriere: die Umwelt zu schützen und aufzuhören, sie weiterhin zu zerstören, "in diesem irren Rennen nach Konsum"; menschenwürdige Ernährung, Gesundheit und Bildung für alle Bewohner des Planeten zu sichern; die Selbstbestimmung jedes Volkes zu garantieren und die Freiheit, die Demokratie und die Menschenrechte in jedem Land zu verteidigen; eine Welt des Friedens für unsere Zeitgenossen und die nachfolgenden Generationen zu schaffen, so der Präsident weiter.

Mujica erinnerte an das "Klima der Spannung" während des Kalten Krieges und fügte hinzu: "Wir wissen, wie die Welt gelitten hat und welch hohen Preis unsere Völker durch diese Konfrontationen bezahlen mussten." Im Gegensatz zum Kalten Krieg gebe es jetzt "eine große Gruppe neuer Kandidaten für die Spitzenplätze der globalen Macht, alle mit enormer politischer und wirtschaftlicher Macht und Bestrebungen, weiter zu wachsen" - und fast allen stünden Atomwaffen zur Verfügung.

Abschließend warnt Mujica vor einer Verfielfachung blutiger Zusammenstöße, Sanktionen und Embargos, der Begrenzung des Handels und der Entwicklungspolitiken sowie vor weiteren Verzögerungen bei der Erfüllung der grundlegenden Ziele, "die ein würdiges Leben für alle Bewohner des Planeten gewährleisten."

Unterstützen Sie amerika21 mit einer Spende via Flattr

Was Sie auch interessieren könnte ...