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Alternativ-Klimagipfel in Lima kritisiert "grüne Wirtschaft"

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Plakat zum "Gipfel der Völker" in Lima
Plakat zum "Gipfel der Völker" in Lima

Lima. Parallel zum offiziellen UN-Klimagipfel COP20 im peruanischen Lima stellen Bauern- und Landlosenbewegungen, Indigenen-Verbände, Nichtregierungsorganisationen und Gewerkschaften ihre Vorschläge für die Bekämpfung der klimabedingten Erderwärmung vor. Das Motto des "Gipfels der Völker" vom 8. bis 11. Dezember lautet "Ändern wir das System, nicht das Klima!". Dies berichtete die Nachrichtenagentur Adital am vergangenen Dienstag.

"Wir sind kein Gegengipfel, der Gipfel der Völker ist ein Ausdruck der Gesellschaft von dem, was in gerade in der Welt passiert", erklärt Antolín Huáscar, Vorsitzender des peruanischen Bauernverbandes CNA und Sprecher der Alternativ-Konferenz die Zielsetzung der Veranstaltung. "Der Klimawandel wird die Menschen beeinträchtigen, darum ist es unsere Aufgabe nach Alternativen zur Verminderung von CO2 und an die Klimawandel-Anpassung zu suchen", so Huáscar gegenüber Adital über Nahrungsmittelsouveränität, alternative Wirtschafts- und Lebensmodelle, Energiewende und Geschlechtergerechtigkeit.

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Starke Kritik üben die Veranstalter an der "Green Economy". Es gelte, würdige Arbeit zu stärken statt auf eine "grüne Wirtschaft, mit grünen Arbeitsplätzen und anderen falschen Lösungen" zu setzen. Über die kapitalistische Logik " können die Probleme nicht gelöst werden, die sie verursacht haben", so Marcelo Durao von der brasilianischen Landarbeiterbewegung Vía Campesina und der Landlosenvereinigung MST.

Am Tagungsort Parque de la Exposición im Zentrum Limas werden über 8.000 Teilnehmer und 200 Organisationen erwartet. Am 10. Dezember führt eine große Demonstration durch Lima, so die Webseite des Alternativ-Klimagipfels.

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