Morales schlägt Treffen sozialer Bewegungen zu Klimawandel vor

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Evo Morales bei seiner Ansprache in Havanna
Evo Morales bei seiner Ansprache in Havanna

Havanna. Boliviens Präsident Evo Morales hat soziale Bewegungen weltweit zu einem Treffen aufgerufen, um über den Schutz des Planeten vor dem Klimawandel zu beraten. Während einer Rede auf dem Gipfel der Bolivarischen Allianz (ALBA) in der kubanischen Hauptstadt Havanna hob er unlängst die Möglichkeiten des lateinamerikanischen Bündnisses hervor, die Aufmerksamkeit auf das Thema zu lenken. Die ALBA sei nicht nur eine Organisation von Staaten, sondern auch ein Instrument, um das Recht der Menschen auf Leben zu verteidigen, so Morales.

"Wir haben eine große Verantwortung in Bezug auf den Klimawandel, gerade im Hinblick auf das Scheitern von Lima", so Morales, der sich damit auf den UN-Klimagipfel in der peruanischen Hauptstadt bezog. Daher müsse man nun dringend an konkreten Maßnahmen arbeiten, um die Folgen des Klimawandels zu minimieren. Der bolivianische Umweltminister José Antonio Zamora, der den Präsidenten nach Kuba begleitete, fügte hinzu, dass auf dem UN-Gipfel in Lima die Ansichten und Vorschläge der sozialen Bewegungen keine Rolle gespielt hätten. Dabei müsse man gerade "den indigenen Völkern zuhören, ihr überliefertes Wissen einbeziehen und von ihnen lernen", so Zamora.

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Das Treffen soll 2015 in Bolivien stattfinden und als Vorbereitung auf den nächsten UN-Klimagipfel Ende kommenden Jahres in Paris dienen. Teilnehmen sollen neben Vertretern indigener Völker und sozialer Bewegungen auch die Außen- und Umweltminister der ALBA-Länder.

Mitglieder des Bündnisses sind Bolivien, Cristóbal y Nieves, Dominica, Ecuador, Grenada, Kuba, Nicaragua, St. Vincente und Granadinen, St. Lucia, Surinam und Venezuela.

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