DruckversionEinem Freund senden
06.01.2015 Honduras / Politik

Opposition in Honduras gegen Wiederwahl von Präsident Hernández

Die Vorsitzenden der vier honduranischen Oppositionsparteien bei der Pressekonferenz

Die Vorsitzenden der vier honduranischen Oppositionsparteien bei der Pressekonferenz

Quelle: youtube.com

Tegucigalpa. Bei einer Pressekonferenz haben sich die vier Oppositionsparteien im mittelamerikanischen Honduras unlängst gegen die Politik der regierenden Nationalen Partei unter Präsident Juan Orlando Hernández ausgesprochen.

In ihrer gemeinsamen Erklärung lehnten die Liberale Partei, die Partei Libertad y Refundación (LIBRE), die Antikorruptionspartei PAC und die sozialdemokratische PINU unter anderem eine geplante Wiederwahl des Präsidenten ab und erklärten, sich als Opposition gemeinsam für die Verteidigung der Verfassung, der Bürgerrechte und für den Ausbau einer partizipativen Demokratie einzusetzen. Die vier Parteien, die bei der Präsidentschaftswahl 2013 über 60 Prozent der Stimmen erhielten, fordern zudem ein neues Wahlgesetz.

Aktuell ist die Wiederwahl des Präsidenten in Honduras durch den Verfassungsartikel 239 verboten. Dagegen reichten mehrere Abgeordnete der Nationalen Partei Verfassungsklagen ein. Im Falle einer Zustimmung durch den Obersten Gerichtshof warnen Oppositionsparteien und soziale Organisationen vor dem weiteren Ausbau der autoritären Politik und der Etablierung einer Diktatur durch die Nationale Partei.

Während der bisherigen Regierungszeit von Präsident Hernández, der die vergangenen Präsidentschaftswahlen mit nur 34 Prozent der Wählerstimmen gewonnen hatte, wurden die Militarisierung des Landes und der Abbau demokratischer Rechte stark vorangetrieben.

Unterstützen Sie amerika21 mit einer Spende via Flattr

Was Sie auch interessieren könnte ...

27.12.2014 Nachricht von Christian Kliver
01.10.2014 Hintergrund & Analyse von Uwe Schulz