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Erneut Journalist in Mexiko ermordet

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Der Journalist, Fotoreporter und soziale Aktivist José Moisés Sánchez wurde ermordet
Der Journalist, Fotoreporter und soziale Aktivist José Moisés Sánchez wurde ermordet

Veracruz, Mexiko. Der am 2. Januar entführte Journalist und soziale Aktivist José Moisés Sánchez Cerezo ist ermordet worden. Sein Leichnam wurde am vergangenen Samstag aufgefunden. Dies berichtete der Staatsanwalt von Veracruz, Luis Ángel Bravo. Der verhaftete Täter, ein ehemaliger Polizist, habe ausgesagt, Sánchez gemeinsam mit fünf weiteren Personen im Auftrag des Bürgermeisters von Medellín de Bravo, Omar Cruz, verschleppt und am gleichen Tag getötet zu haben.

Der Lateinamerikanische Journalistenverband (Felap) hatte bereits unmittelbar nach Sánchez' Entführung aus seinem Haus im Bezirk El Tejar von Medellín de Bravo von Drohungen seitens des Bürgermeisters gegen ihn berichtet. Sánchez war Herausgeber und Reporter der Lokalzeitung "La Unión". In seinen Beiträgen ging es mehrfach um die Korruption in der Bezirksverwaltung.

Gegen den Bürgermeister werde nun ermittelt, so der Staatsanwalt.

Laut dem gemeinsamen Bericht des Lateinamerikanischen Journalistenverbandes und mexikanischer Fachverbände sind 2014 in Mexiko zehn Journalisten getötet worden. 22 weitere Medienschaffende wurden Opfer des Verschwindenlassens. Von 2000 bis heute wurden insgesamt 139 Morde an Journalisten, ihren Familienangehörigen oder ihnen nahe stehenden Personen begangen.

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