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Evo Morales: Linke in Europa lernt von Bolivien

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Boliviens Präsident Evo Morales im Gespräch mit Pablo Iglesias von Podemos im September 2014
Boliviens Präsident Evo Morales im Gespräch mit Pablo Iglesias von Podemos im September 2014

Potosí, Bolivien. Junge Linkspolitiker in Europa nehmen sich ein Beispiel an Bolivien. Dies sagte der Präsident des südamerikanischen Landes, Evo Morales, bei einer Rede zu Wochenbeginn in Potosí. So hätten die spanische Podemos-Partei und ihr Vorsitzender Pablo Iglesias ein Programm entwickelt, dass von dem der Bewegung zum Sozialismus (MAS) inspiriert sei. Es beinhalte "eine verfassunggebende Versammlung, die Verstaatlichung der Bodenschätze und dass die grundlegenden Dienstleistungen ein Menschenrecht sind. Alles wie in unserem Programm, und er führt in den Umfragen."

Iglesias sei einer der aufsteigenden jungen europäischen Anführer der Linken, wie auch der Grieche Alexis Tsipras, mit dem er am vergangenen Montag telefoniert habe, um ihm zu seinem Wahlsieg zu beglückwünschen. Tsipras halte große Stücke auf den Veränderungsprozess, den Bolivien seit 2006 erlebe. Bei seinem Besuch im vergangenen September habe er öffentlich erklärt, dass er von den Reformen lerne, die Boliviens Präsident vorantreibe.

"Es geht nicht darum, nach Spanien, nach Europa zu gehen, um zu lernen, wie man Politik macht, wie man Gewerkschaftsarbeit macht", so Morales weiter. "Jetzt kommen sie eher von dort hierher, um zu lernen."

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