Bolivien / Politik

Amtseinführung von Evo Morales in Bolivien

La Paz. Boliviens Präsident Evo Morales hat seine dritte Amtszeit als Staatsoberhaupt angetreten und sein neues Kabinett vereidigt. Morales wird das Andenland nun bis 2020 regieren und setzt dabei auf acht Mitglieder seiner vorherigen Regierung und 13 neue Minister und Ministerinnen. Bei der politischen Amtseinführung, die einen Tag nach der indigenen Zeremonie in Tiwanaku in der Nähe des Regierungssitzes La Paz stattfand, stellte der Präsident die Kernthemen der kommenden Jahre vor und forderte die Opposition zur konstruktiven Zusammenarbeit auf.

"Ich habe die große Verantwortung für fünf weitere Jahre übernommen, dank dem Kampf des bolivianischen Volkes und der sozialen Bewegungen", sagte Morales. Auf die Bevölkerung wolle er in den kommenden Jahren noch stärker zugehen und vor allem im Bereich des Gesundheitswesens und der Armutsbekämpfung Fortschritte erzielen, so der Präsident weiter. Von den Anhängern der Opposition forderte Morales, dass sie bei den Themen, bei denen sie eine andere Meinung als die Regierung hätten, Vorschläge einbringen, anstatt die Konfrontation zu suchen. Allerdings betonte er auch, dass der Wunsch der rechten Opposition nach einer Rückkehr zu Privatisierungen in der Wirtschaft mit ihm nicht verhandelbar sei: "Wir respektieren diese Meinung, aber Bolivien wird sich nie mehr internationalen Einrichtungen unterwerfen", so Morales.

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Evo Morales war im vergangenen Jahr mit knapp über 60 Prozent der Stimmen zum Präsidenten gewählt worden. Die Bewegung zum Sozialismus (MAS) verfügt außerdem über zwei Drittel der Sitze im Parlament.

An der Amtseinführung nahmen sechs Präsidenten, ein Premierminister, fünf Vizepräsidenten und andere Regierungsvertreter aus mehr als 40 Ländern teil.

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