Mexiko / Menschenrechte

Expertenteam der CIDH in Mexiko eingetroffen

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Eltern der verschwundenen Studenten und das CIDH-Expertenteam am Montag in Ayotzinapa
Eltern der verschwundenen Studenten und das CIDH-Expertenteam am Montag in Ayotzinapa

Mexiko-Stadt. Im Rahmen der Ermittlungen im Fall der seit über fünf Monaten verschwundenen Lehramtsstudenten aus Ayotzinapa hat sich das unabhängige und interdisziplinäre Team von Experten (GIEI) mit den Eltern der Studenten, ihrem Anwalt und Mitgliedern des studentischen Komitees in Ayotzinapa getroffen.

Das Team, das am Sonntag in Mexiko eintraf, besteht aus vier bekannten Juristinnen und Juristen: Alejandro Valencia Villa und Angela Buitrago (Kolumbien), Francisco Cox Vial (Chile), Claudia Paz y Paz (Guatemala) sowie dem Arzt und Menschenrechtsaktivisten Carlos Martín Beristain (Spanien). Sie wurden direkt von der Interamerikanischen Menschenrechtskommission (CIDH) ausgewählt und sollen zur Aufklärung des Verschwindenlassens der jungen Männer und der Rolle des mexikanischen Staates dabei beitragen.

Die CIDH, die Eltern der Studenten und Vertreter der mexikanischen Regierung hatten die Bildung des GIEI am 3. Oktober vergangenen Jahres festgelegt. Das fünfköpfige Team wird sich auf drei Schwerpunkte konzentrieren: auf die Suche nach den 42 verschwundenen Lehramtsstudenten, auf die strafrechtlichen Ermittlungen und auf die Hilfe für die Opfer.

Die Eltern erhoffen sich, durch die Arbeit des GIEI mehr über den Verbleib ihrer Söhne und über die Täter zu erfahren und drängen die mexikanischen Behörden, alle Bedingungen zu erfüllen, damit das Team seine Arbeit machen kann. Die Tatsache, dass das Expertenteam sich zu allererst mit ihnen getroffen habe, verstärke das Vertrauen in seine Arbeit.

Die fünf Experten haben eine lange Erfahrung in der Aufklärung von gravierenden Menschenrechtsverletzungen in ihren Herkunftsländern. So ermöglichte die Generalstaatsanwältin Claudia Paz y Paz aus Guatemala die Anklage gegen den Ex-Diktator Efraín Ríos Montt wegen Völkermordes.

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