Venezuela / Politik

Stimmen von Chavisten und Oppositionellen aus Caracas

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Chavist mit dem Foto von Hugo Chávez
Chavist mit dem Foto von Hugo Chávez

Caracas. Anhänger und Gegner der sozialistischen Regierung in Venezuela haben am Dienstag in Caracas parallel zur Einführung eines neuen Parlaments demonstriert. Die Protestzüge blieben entgegen vorheriger Befürchtungen friedlich. Amerika21-Korrespondent Jonas Holldack hat sich unter den Teilnehmern beider Seiten umgehört.


Miriam Bolivar, Koordinatorin der "Esquina Caliente", einem permanenten Informationsstand der Regierungspartei PSUV im Zentrum von Caracas

"Ich bin heute hier um das bolivarische Projekt, das Vermächtnis von Chávez zu verteidigen. Es ist schrecklich, dass heute wieder die in der Nationalversammlung sind, die das Volk ermordet haben. Wir werden nicht zulassen, dass sie uns das Erreichte wegnehmen."

Chavistischer Aktivist

"Ich unterstütze den, der alles für das Vaterland gegeben hat: Hugo Chávez! Ich verteidige die Errungenschaften der Revolution."

Chavistischer Aktivist

"Ich bin hier um meine Unterstützung für den revolutionären Prozess zu zeigen. Das Volk muss den Kampf nun auf der Straße führen. Wir müssen in uns gehen und unsere Fehler analysieren und neue Impulse generieren, um weiter voranzuschreiten. Die Diskussionen im Nationalen Parlament der Kommunen sollte die neue Art sein, Entscheidungen zu treffen."

Carmen, Anhängerin der Regierung

"Wir müssen jetzt wieder zu den Wurzeln zurück. Die Arbeit in den Gemeinden ist das Wichtigste und wir müssen wieder zuhören und uns den Kritiken des Volkes stellen. Auch bei uns in der Kommune haben wir viele Fehler gemacht und in den letzten Jahren nicht hart genug gearbeitet. Wir müssen besser planen, Korruption anklagen, egal woher sie kommt."

Slogan der Chavisten

"Nosotros somos Chávez con el Alma y Corazón y las calles son de la Revolución" (Wir sind Chávez, mit Herz und Seele, und die Straßen gehören der Revolution.)


Francis, Anhänger der Oppositionspartei Voluntad Popular im Staat Bolivar

"Ich bin hier für die Zukunft meines Landes. Die Kriminalität unterscheidet nicht zwischen politischen Strömungen.Wir wollen ein Land der politischen Teilhabe, ein besseres Land für meine Kinder und Enkel."

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Ihr amerika21-Team

Regierungsgegner

"Ich unterstütze heute die 112 Abgeordneten die das Volk am 6. Dezember in freien Wahlen gewählt hat."

Regierungsgegnerin aus dem Hauptstadtviertel Montalban 

"Heute rufen wir alle: Freiheit. Ich unterstütze Leopoldo (López). Wir wollen in den Supermärkten anstehen, weil wir uns nicht entscheiden können, welches Mehl wir kaufen wollen – und nicht, weil es keines gibt."

Regierungsgener

"Welcome to the freedom again"

Jugendlicher aus Carabobo, Anhänger der Opposition

"Die 112 müssen heute vereidigt werden. Sonst machen wir Ärger! Wir wollen, dass die Korruption aufhört, die Zensur, und dass die politischen Gefangenen freigelassen werden. Wir wollen den Wechsel."

Regierungsgegner

"Ich bin nicht mit der Entscheidung des Obersten Gerichtshofes einverstanden. Das ist eine Farce! Heute verteidigen wir unsere Stimme!"

Slogans der Anhänger der Opposition

"Y va a caer, y va a caer, este gobierno va a caer." (Sie wird stürzen, sie wird stürzen, diese Regierung wird stürzen.)

"Y no, y no, y no me da la gana de en una dictadura igual a la cubana." (Nein, nein, ich werde mich nie beugen, um in einer Diktatur wie in Kuba zu leben.)

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