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Irans Außenminister auf Lateinamerika-Rundreise

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Kubas Außenminister Bruno Rodríguez (rechts) begrüßt seinen iranischen Amtskollegen Mohammed Dschawad Sarif am Montag in Havanna
Kubas Außenminister Bruno Rodríguez (rechts) begrüßt seinen iranischen Amtskollegen Mohammed Dschawad Sarif am Montag in Havanna

Havanna. Der iranische Außenminister, Mohammed Dschawad Sarif, ist am Sonntag zu einem offiziellen Staatsbesuch in Kuba eingetroffen. Havanna ist die erste Etappe einer Tour durch Lateinamerika. Weitere Stationen der aus 60 Vertretern bestehenden politisch-wirtschaftlichen Delegation aus Teheran sind Nicaragua, Ecuador, Chile, Bolivien und Venezuela.

Sarif wird bei Gesprächen mit den Verantwortlichen dieser Länder die Möglichkeiten des Ausbaus der bilateralen politischen und wirtschaftlichen Beziehungen ausloten. Unternehmer aus dem Staats- und Privatsektor begleiten ihn dabei, heißt es dazu in einer Mitteilung der staatlichen iranischen Rundfunkgesellschaft IRIB.

In Havanna wird der iranische Außenminister mit seinem kubanischen Amtskollegen Bruno Rodríguez zusammentreffen. Im Mittelpunkt der Gespräche stehen der aktuelle Stand und die Weiterentwicklung der bilateralen Beziehungen zwischen Kuba und dem Iran. Laut kubanischer Botschaft in Teheran wird es weitere Treffen mit anderen hochrangigen Beamten des karibischen Landes geben. Zuletzt hatte der kubanische Vizepräsident und Minister für Wirtschaft und Planung, Ricardo Cabrisas, als Sondergesandter des kubanischen Präsidenten Raúl Castro den Iran besucht und wurde von Staatschef Hassan Rohani empfangen.

Bezugnehmend auf die Reise sagte der iranische Vize-Außenminister für europäische und amerikanische Angelegenheiten, Majid Takht Ravanchi, Teheran und die lateinamerikanischen Länder hätten in den vergangenen Jahren eine "Allianz gegen die kolonialistischen und imperialistischen Mächte" geschmiedet. Die Islamische Republik und die sogenannte Neue Welt "kämpfen hart", um den Beziehungen zu anderen Ländern, die eine politische Linie unabhängig von Washington verfolgen, neue Impulse zu geben, so Ravanchi.

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