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31.08.2016 Kuba / USA / Politik / Wirtschaft

Start regulärer Linienflüge zwischen Kuba und den USA

Flughafen Havanna

Flughafen José Martí bei Havanna

Quelle: Vgenecr
Lizenz: CC by-sa 3.0

Havanna/Washington. Ab Mitte dieser Woche werden regelmäßige kommerzielle Flüge zwischen Kuba und den USA aufgenommen. Der Erstflug wird von der US-Fluggesellschaft Jetblue zwischen Fort Lauderdale (Florida) und Santa Clara (Zentralkuba) durchgeführt. Solche regelmäßigen Direktflüge zwischen den beiden Ländern waren seit August 1961 unterbrochen worden. Seit Beginn des Annäherungsprozesses zwischen beiden Staaten kommen im Durchschnitt täglich 17 Charterflüge aus den USA nach Kuba.

Der kubanische Vize-Minister des Verkehrsministeriums, Eduardo Rodríguez Dávila, sagte dazu: "Die Aufnahme von Linienflügen ist ein positiver Schritt und trägt zum Prozess der Verbesserung der Beziehungen zwischen Kuba und den Vereinigten Staaten bei." Rechtliche Basis für diesen Neubeginn ist die im Februar 2016 unterzeichnete bilaterale Vereinbarung über die Wiederherstellung der regulären Flüge. Darin ist vorgesehen, dass täglich bis zu 110 Flüge zwischen den beiden Ländern möglich sein sollen, davon 20 in die kubanische Hauptstadt und zehn zu jedem der neun internationalen Flughäfen in den anderen Regionen des sozialistischen Inselstaates.

Lizenzen für solche Linienflüge erhielten die Fluggesellschaften American Airlines, Frontier Airlines, Jetblue Airways, Silber Airways, Southwest Airlines und Sun Country Airlines aus sechs Städten der USA (Miami, Fort Lauderdale, Chicago, Minneapolis und Philadelphia) zu neun Destinationen auf der Insel: Camagüey, Cayo Coco, Cayo Largo, Cienfuegos, Holguín, Manzanillo, Matanzas, Santa Clara und Santiago de Cuba. Die praktische Umsetzung erfolgt schrittweise bis zum Jahresende.

Dieser Lizenzierung gingen Prüfungen der Flugsicherheit in Kuba durch Experten der US-Verkehrssicherheitsbehörde voraus, zumal jüngst Bedenken von Republikanern im US-Kongress in Bezug auf Mängel der kubanischen Luftfahrt aufgekommen waren. Vizeminister Dávila verwies auf die bereits begonnene Modernisierung der Infrastruktur der Flughäfen, einschließlich höherer Qualität bei der Abfertigung und in der Gastronomie. Zudem betonte er, dass die Reisebeschränkungen für US-Bürger, die die Insel besuchen möchten, von Seiten der US-Administration noch immer nicht beseitigt sind.

Erörtert werden derzeit noch die Möglichkeiten für kubanische Fluggesellschaften, ebenfalls direkte kommerzielle Flüge in die USA zu etablieren. Hierzu sind noch heikle Abschnitte der Blockadegesetze zu überwinden, mit denen unter anderem Beschlagnahmungen kubanischer Flugzeuge auf US-Flughäfen möglich sind. Dies wird mit den Enteignungen von US-Eigentum in Kuba in den 1960er Jahren begründet.

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