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Venezuela erhöht Mindestlohn um 50 Prozent

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Venezuelas Präsident Nicolás Maduro hat den gesetzlichen
Mindestlohn um 50 Prozent erhöht
Venezuelas Präsident Nicolás Maduro hat den gesetzlichen Mindestlohn um 50 Prozent erhöht

Caracas. Venezuelas Präsident Nicolás Maduro hat den gesetzlichen Mindestlohn um 50 Prozent erhöht. Wie der Staatschef am Sonntag bekanntgab, wird der Mindestlohn ab sofort auf 40.638 Bolívares (Bs) angehoben. Zusätzlich erhalten venezolanische Arbeitnehmende an den Mindestlohn gekoppelte Lebensmittelgutscheine im Wert von 63.720 Bs.

In Venezuela existieren mehrere parallele Wechselkurse, was es erschwert, die effektive Kaufkraft der Löhne zu berechnen. Der Vorzugswechselkurs von 1:10 zum US-Dollar gilt etwa für Importe von Nahrungsmitteln und medizinischen Gütern, die jedoch auf dem Schwarzmarkt deutlich teurer sind. Ein weiterer offizieller Wechselkurs (Simadi) liegt derzeit bei 1:678 zum US-Dollar, wonach der neue Mindestlohn rund 60 US-Dollar (etwa 57 Euro) entspräche. Auf dem Schwarzmarkt wird der US-Dollar derzeit zu knapp 3.350 Bs. gehandelt.

Maduro sprach angesichts des grassierenden illegalen Geldumtauschs erneut von einem "Wirtschaftskrieg" gegen die venezolanische Bevölkerung, der für die hohe Inflation verantwortlich sei. Dagegen brauche es eine Politik der sozialen Gerechtigkeit, die "Harmonie, Gleichgewicht, Beschäftigung und Einkommen" sichere.

Das Oppositionsbündnis Tisch der demokratischen Einheit (MUD) macht seinerseits Maduros Regierung für die schlechte wirtschaftliche Situation verantwortlich. Der Internationale Währungsfonds hatte im vergangenen November eine Inflation von 1.660 Prozent für 2017 prognostiziert.

Maduro erinnerte daran, dass der Mindestlohn seit Beginn der "Bolivarischen Revolution" vor 17 Jahren bereits 35 Mal angehoben wurde. Unlängst wurden zudem im Staatshaushalt 2017 der Regierung die Sozialausgaben auf 71,4 Prozent des Budgets erhöht.

In seinem Fernsehprogramm "Contacto con Maduro" kündigte der Präsident als weitere Maßnahme die Schaffung eines speziellen Fonds an, der die Finanzierung der lokalen Versorgungs- und Produktionskomitees (CLAP) verbessern soll. Diese Organisation wurde vergangenes Jahr von der Regierung geschaffen, um den Verkauf von Lebensmitteln direkt über Basisstrukturen in den Stadtvierteln zu organisieren.

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