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Wissenschaftsverband Clacso und Staatenbund Alba weisen US-Sanktionen gegen Venezuela zurück

Der Lateinamerikanische Rat der Sozialwissenschaften bezieht Stellung gegen US-Intervention und Sanktionen

Der Lateinamerikanische Rat der Sozialwissenschaften bezieht Stellung gegen US-Intervention und Sanktionen

Quelle: clacso.org.ar

Buenos Aires. Im Zuge des Konfliktes zwischen Venezuela und den USA haben weitere Akteure in Lateinamerika der linksgerichteten Regierung in Caracas den Rücken gestärkt. So positionierte sich der Lateinamerikanische Rat der Sozialwissenschaften (Clacso) in einem online verbreiteten Statement deutlich gegen die militärischen Drohungen und Sanktionen von US-Präsident Donald Trump gegen Venezuela. Das linksgerichtete Länderbündnis Alba kritisierte indes die jüngste Verschärfung der Sanktionen der USA gegen Venezuela.

Der 2004 gegründete linke Staatenbund wies die neuen wirtschafts- und finanzpolitischen Strafmaßnahmen der USA gegen Venezuela am Wochenende zurück. Sie verstießen "grundsätzlich gegen das Völkerrecht", erklärten die zwölf Mitgliedsstaaten. Auch würden sie nicht dazu beitragen, den innervenezolanischen Konflikt zu lösen. Stattdessen sei die Konsequenz dieser Politik der USA, die Lage in dem südamerikanischen Land weiter zu verschärfen, indem sie die Lebenssituation der Menschen in Venezuela verschlechtere.

Der einflussreiche Wissenschaftsverband Clacso hatte sich bereits vor gut einer Woche mit deutlicher Kritik gegen die militärischen Drohungen von US-Präsident Donald Trump gegen Venezuela positioniert. Die 1967 gegründete Vereinigung wandte sich zugleich gegen jedwede Bedrohung der Souveränität von Staaten in Lateinamerika und der Karibik. In der jüngeren Geschichte Lateinamerikas hätten Militärinterventionen "für eine nicht abzuschätzende Zahl ziviler Todesopfer und wirtschaftlicher Schäden" gesorgt. "Jahrzehnte des Rückschritts" seien die Folge einer Sicherheitsdoktrin gewesen "die sich alleine auf die Vorherrschaft der Waffen gestützt hat", schrieb der Verband lateinamerikanischer Sozialwissenschaftler in seiner Stellungnahme.

Clacso betonte zugleich, keine andere Region der Welt habe in den vergangenen 200 Jahren derart unter der Interventionspolitik einer Supermacht gelitten wie Lateinamerika unter den USA. In der jüngsten Geschichte sei Washington an den Umstürzen in Honduras (2009), Paraguay (2012) und Brasilien (2016) beteiligt gewesen.

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