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Guatemala verlegt Botschaft in Israel bereits im Mai

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Der Präsident von Guatemala, Jimmy Morales, am Wochenende bei einem Treffen der US-israelischen Lobbyorganisation AIPAC
Der Präsident von Guatemala, Jimmy Morales, am Wochenende bei einem Treffen der US-israelischen Lobbyorganisation AIPAC

Washington. Die neue Botschaft von Guatemala in Israel wird bereits im Mai dieses Jahres in Jerusalem eröffnen. Das gab der Präsident des mittelamerikanischen Landes, Jimmy Morales, am Wochenende bei einem Treffen der US-Lobbyorganisation Amerikanisch-israelischer Ausschuss für öffentliche Angelegenheiten (American Israel Public Affairs Committee, AIPAC) bekannt. Morales, ein evangelikaler Christ, lobte die Entscheidung des US-Präsidenten Donald Trump, die Botschaft der USA in die von Palästinensern und Israelis beanspruchte Stadt umziehen zu lassen.

Im Dezember hatten Trump und Morales angekündigt, die Botschaften ihrer Länder zu verlegen. Die Vollversammlung der Vereinten Nationen hatte diese Entscheidung verurteilt. Neben den USA, Israel und fünf pazifischen Inselstaaten stimmten lediglich Honduras und Guatemala gegen die Verurteilung. Die US-Botschafterin bei den UN, Nikki Haley, verteidigte daraufhin das Vorgehen der US-Regierung und drohte an, dass die USA ihre Zahlungen an die UN kürzen könnten.

Wie US-Präsident Trump Ende Februar bekannt gab, wird die neue US-Botschaft in Jerusalem am 14. Mai, dem 70. Jahrestag der Unabhängig Israels, eröffnen. Der guatemaltekische Präsident Morales erklärte bei seinem Auftritt auf der AIPAC-Jahreskonferenz, man werde die Botschaft des mittelamerikanischen Landes zwei Tage später einweihen. Er gehe davon aus, dass viele Staaten dem Vorbild seines Landes folgen werden.

Guatemala ist neben den USA bislang der einzige Staat, der seine Botschaft nach Jerusalem verlegt.

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